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Trump-Regierung trennt 2300 Kinder von Eltern

Im letzten Monat sind an der US-Grenze zu Mexiko täglich 66 Migrantenkinder von ihren Eltern getrennt worden, wie das Heimatschutzministerium bekannt gab.

Die Szene trug sich am Dienstag, 12. Juni 2018, im Grenzort McAllen in Texas zu und wurde von Getty-Fotograf John Moore festgehalten, der seit nunmehr zehn Jahren über die Migrationsströme aus Lateinamerika in die USA berichtet.
Die Szene trug sich am Dienstag, 12. Juni 2018, im Grenzort McAllen in Texas zu und wurde von Getty-Fotograf John Moore festgehalten, der seit nunmehr zehn Jahren über die Migrationsströme aus Lateinamerika in die USA berichtet.
John Moore/Getty Images, AFP
Auf der Nordseite des Flusses versammelte die Grenzwache die Migranten und nahm ihre Namen auf.
Auf der Nordseite des Flusses versammelte die Grenzwache die Migranten und nahm ihre Namen auf.
John Moore/Getty Images, AFP
Was mit der Mutter und ihrem Kind passiert ist, war zunächst unklar. Mittlerweile ist bekannt, dass sie nicht getrennt wurden.
Was mit der Mutter und ihrem Kind passiert ist, war zunächst unklar. Mittlerweile ist bekannt, dass sie nicht getrennt wurden.
John Moore/Getty Images, AFP
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US-Beamte haben an der Grenze zu Mexiko innerhalb von fünf Wochen mehr als 2300 Migrantenkinder von ihren Eltern getrennt. Zwischen dem 5. Mai und dem 9. Juni seien 2342 Kinder von ihren Eltern getrennt worden, teilte das US-Heimatschutzministerium am Montag mit.

Betroffen sind damit im Schnitt mehr als 66 Kinder pro Tag. In der vergangenen Woche hatte das Ministerium angegeben, dass in dem längeren Zeitraum vom 19. April bis zum 31. Mai insgesamt 1995 Kinder von ihren Eltern getrennt worden seien – das entspricht etwa 47 Kindern pro Tag.

«Null-Toleranz»-Politik

US-Justizminister Jeff Sessions hatte am 7. Mai eine «Null-Toleranz»-Politik an der Grenze zu Mexiko verkündet. Im Zuge dieses Vorgehens werden systematisch alle Menschen, die illegal die Grenze überqueren, als Gesetzesbrecher behandelt und festgenommen. Da Kinder nicht mit ihren Eltern inhaftiert werden dürfen, werden die Familien auseinandergerissen. Viele Kinder werden nach Angaben demokratischer Abgeordneter in umzäunten Auffanglagern in der Nähe der Grenze festgehalten, die als «Käfige» beschrieben wurden.

Die Ministerin des US-Ministeriums für Innere Sicherheit, Kirstjen Nielsen, wies Vorwürfe über eine schlechte Behandlung der Kinder am Montag zurück. Die Kinder würden «gut behandelt», sagte sie in Washington.

US-Präsident Donald Trump gerät derzeit wegen der umstritten Praxis der Familientrennungen unter wachsenden Druck. Auch von Trumps eigener Republikanischer Partei wird die Kritik an der rigorosen Praxis immer lauter.

(SDA)

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