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Trump fällt auf iranische Fake-News herein

Der am Wochenende gemeldete Raketentest hat wohl gar nicht stattgefunden. Jetzt spottet Irans Aussenminister über den US-Präsidenten.

«Taktische Waffe»: Die Langstrecken-Rakete Choramschahr während einer Militärparade in Teheran. (22. September 2017)
«Taktische Waffe»: Die Langstrecken-Rakete Choramschahr während einer Militärparade in Teheran. (22. September 2017)
Abedin Taherkenareh, Keystone
Der iranische Präsident Hassan Ruhani hatte zuvor einen Ausbau ... (22. September 2017)
Der iranische Präsident Hassan Ruhani hatte zuvor einen Ausbau ... (22. September 2017)
AFP
Der Iran werde nicht nur die Raketen, sondern auch die Luft-, Land- und Seestreitkräfte stärken, vermeldete Ruhani. (22. September 2017)
Der Iran werde nicht nur die Raketen, sondern auch die Luft-, Land- und Seestreitkräfte stärken, vermeldete Ruhani. (22. September 2017)
AFP
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Zahlreiche Medien – auch Redaktion Tamedia – berichteten am Wochenende, dass der Iran eine neue Mittelstreckenrakete getestet hat. Das iranische Staatsfernsehen veröffentlichte Aufnahmen, die die Nachricht zu belegen schienen.

US-Präsident Donald Trump twitterte sogleich: «Iran hat gerade eine ballistische Rakete getestet, die in der Lage ist, Israel zu erreichen.»

Doch der Raketentest hat wohl gar nicht stattgefunden. Wie «Fox News» schreibt, ist das Video mehrere Monate alt. Demnach handelt es sich um einen fehlgeschlagenen Raketentest im Januar. Die Rakete war damals kurz nach dem Start explodiert.

Iranischer Aussenminister besorgt

«US-Radars und Sensoren haben keine Anzeichen eines iranischen balistischen Raketenstarts zu diesem Zeitpunkt festgestellt», sagt ein Vertrauter der US-Regierung zu CNN. «So weit wir es beurteilen können, hat er (der Raketentest) nicht stattgefunden.»

Warum die Nachricht des Raketentests verbreitet wurde, ist nicht bekannt. Der iranische Aussenminister äusserte sich in einem Interview mit AP zum Thema. «Es macht mir Sorgen, dass die Leute mit Fakten spielen und alternative Fakten produzieren», sagt Javad Zarif in Anspielung auf Donald Trumps Tweet.

Teheran betont immer wieder, dass sein Militär- und Raketenprogramm lediglich der Verteidigung der eigenen Grenzen diene und keine Bedrohung für andere Länder darstelle. Zudem seien die Raketen so konstruiert, dass sie keine Atomsprengköpfe tragen könnten.

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