Türkei meldet Militärschlag an der syrischen Grenze

Die Türkei hat offenbar versucht eine Nachschubroute der Kurden zu unterbrechen. Die Grossoffensive in Syrien soll unmittelbar bevorstehen.

Türkische Truppen kehren von einer Grenzpatrouille in Nordsyrien nach Akcakale zurück. Archivbild: Reuters

Türkische Truppen kehren von einer Grenzpatrouille in Nordsyrien nach Akcakale zurück. Archivbild: Reuters

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Die Türkei hat vor ihrer geplanten Offensive im Nordosten Syriens nach eigenen Angaben eine Nachschubroute kurdischer Kämpfer an der syrisch-irakischen Grenze angegriffen. Eines der Hauptziele des Militärschlags in der Nacht zum Dienstag sei es gewesen, «vor dem Einsatz in Syrien» eine häufig von Kurden genutzte Transitstrecke zwischen dem Irak und Syrien zu unterbrechen, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte. «Auf diese Weise sind der Transit der Gruppe nach Syrien und Versorgungslinien, einschliesslich Munition, abgeschnitten.» Zuvor hatte das Verteidigungsministerium erklärt, die Türkei habe ihre Vorbereitungen für den Militäreinsatz im kurdischen Nordosten Syriens abgeschlossen.

Ob es bei dem Angriff Opfer gegeben hat oder welcher Schaden entstanden ist, war zunächst nicht klar. Es soll sich um eine gemeinsame Operation des türkischen Geheimdiensts und des Militärs gehandelt haben. Details waren jedoch nicht eindeutig. Ein Regierungsvertreter sprach von einem Luftangriff. Ein anderer sagte, das Gelände sei «durch verschiedene Massnahmen unbrauchbar» gemacht worden.

Trump: Drohungen und gemässigte Töne

Die Türkei will auf syrischem Territorium eine sogenannte Sicherheitszone schaffen und fordert den Abzug der lange mit den USA verbündeten Kurden-Miliz YPG aus dem Gebiet. Die Regierung in Ankara fürchtet ein Erstarken der Kurden in der Region und damit auch im eigenen Land. US-Präsident Donald Trump ebnete der Türkei mit dem Abzug amerikanischer Truppen aus dem Nordosten Syriens den Weg für die Offensive. Zugleich drohte er dem Nato-Partner aber am Montag mit der Zerstörung seiner Wirtschaft, sollte er sich in Syrien unangemessen verhalten.

Am Dienstag schlug er etwas gemässigtere Töne an, als er die Türkei als Handelspartner lobte. Das von der YPG angeführte Rebellenbündnis SDF war im erbitterten Kampf gegen die radikal-islamische IS-Miliz im Bürgerkriegsland Syrien für die USA einer der wichtigsten Verbündeten (sda/red)

Erstellt: 08.10.2019, 18:27 Uhr

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