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Sechs Tote bei Angriff von Drusen auf syrischen Militärposten

Bei einem Angriff von Mitgliedern der drusischen Minderheit auf einen Posten des Regimes sind im Süden Syriens sechs Sicherheitskräfte getötet worden. Die Gewalt in der Stadt Suweida brach als Reaktion auf zwei Bombenanschläge am Freitag aus.

Die Bomben hatten in dem Ort einen hohen drusischen Geistlichen und 27 weitere Menschen in den Tod gerissen, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) am Samstag meldete. Der getötete Scheich Wahid Balus war als Kritiker des Regimes von Präsident Baschar al-Assad bekannt. Er hatte zugleich eine drusische Miliz gegründet, die die Region gegen radikale Rebellen verteidigen soll. Die von vielen Drusen bewohnte Provinz Suweida wird vom Regime kontrolliert, seine Gegner sind aber näher gerückt. Nach den Anschlägen am Freitag zogen Dutzende in Suweida auf die Strasse und protestierten vor Regierungsgebäuden, wie die den syrischen Regimegegner nahestehende SOHR weiter erklärte. Sie zündeten demnach Autos an und zerstörten eine Statue des früheren syrischen Machthabers Hafis al-Assad, Vater des heutigen Präsidenten. Die religiöse Minderheit der Drusen macht etwa 3 Prozent der Bevölkerung aus. Sie stand seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 an der Seite Assads, ist aber zuletzt etwas vom ihm abgerückt. So verweigerten Drusen den Militärdienst in der syrischen Armee.

SDA

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