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Prozess gegen «El Chapo»: Zwölf Geschworene gesucht

Dem mexikanischen Ex-Drogenboss wird in New York der Prozess gemacht. Die Auswahl der Geschworenen für die Jury beginnt unter höchsten Sicherheitsauflagen.

US-Richter fürchten seine Rache: Joaquín «El Chapo» Guzmán mit zwei mexikanischen Polizisten vor seiner Auslieferung in die USA. (20. Januar 2017)
US-Richter fürchten seine Rache: Joaquín «El Chapo» Guzmán mit zwei mexikanischen Polizisten vor seiner Auslieferung in die USA. (20. Januar 2017)
AFP
Die Brooklyn-Brücke wird geschlossen und der New Yorker Verkehr lahmgelegt: Der ehemalige Drogenboss wird mit einem schwer bewachten Autokorso hin- und hergebracht.
Die Brooklyn-Brücke wird geschlossen und der New Yorker Verkehr lahmgelegt: Der ehemalige Drogenboss wird mit einem schwer bewachten Autokorso hin- und hergebracht.
Tom Hays
Guzmán im Hochsicherheitsgefängnis von Ciudad Juárez.
Guzmán im Hochsicherheitsgefängnis von Ciudad Juárez.
Reuters
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Nach rund zwei Jahren im Hochsicherheitsgefängnis in Manhattan beginnt für den mexikanischen Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán der Strafprozess. Zunächst sollte dabei am Montag am Gericht in New York mit der Auswahl der zwölf Geschworenen begonnen werden, die aus Sicherheitsgründen anonym über Guzmáns Schicksal entscheiden sollen.

Zu gross sei die von Guzmán ausgehende Gewalt, nachdem er mutmasslich Hunderte Menschen ermorden, angreifen und entführen liess, meint Richter Brian Cogan. Der Auswahlvorgang könnte sich über mehrere Tage hinziehen. Der eigentliche Prozessauftakt mit den Eröffnungsplädoyers ist dann für den kommenden Dienstag (13. November) geplant, das Verfahren dürfte mehrere Monate dauern.

Der 61 Jahre alte «El Chapo» verdiente nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft mit Drogenschmuggel und anderen illegalen Geschäften Milliarden. Rund ein Dutzend Staatsanwälte sitzen in New York an dem Fall, 16 Zeugen haben sie in Stellung gebracht. Guzmán hat mehrere Star-Verteidiger angeheuert.

Seit 2017 im Hochsicherheitgefängnis

2017 war «El Chapo» in die USA ausgeliefert worden. Seitdem sitzt er in dem Hochsicherheitsgefängnis in Manhattan, 24 Stunden am Tag in einer 15 Quadratmeter grossen, fensterlosen Zelle.

Ausnahmen gibt es nur unter der Woche, wenn er täglich eine Stunde ein Laufband und einen Fahrrad-Trainer benutzen darf. Depressionen und Halluzinationen seien die Folge, warnen seine Anwälte. In Mexiko waren Guzmán zuvor mehrere spektakuläre Gefängnisausbrüche gelungen.

Bei einer Verurteilung droht Guzmán eine lebenslange Haftstrafe. Die Todesstrafe ist nach einer Einigung zwischen Mexiko und den USA ausgeschlossen.

(SDA)

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