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Piñera muss in Chile trotz Sieg in die Stichwahl

Sebastián Piñera verfehlt bei den Präsidentschaftswahlen in Chile die absolute Mehrheit.

War bereits von 2011-2014 Chiles Präsident: Der konservative Unternehmer Sebastián Piñera. (19. November 2017)
War bereits von 2011-2014 Chiles Präsident: Der konservative Unternehmer Sebastián Piñera. (19. November 2017)
Elvis Gonzalez, Keystone

Der konservative Unternehmer Sebastián Piñera hat die Präsidentenwahl in Chile nach den Hochrechnungen klar gewonnen. Allerdings verfehlte er die absolute Mehrheit.

Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen erreichte der 67-Jährige 36,6 Prozent. Für den 64-jährigen Alejandro Guillier, den Bewerber der Allianz von Sozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten, votierten 22,7 Prozent. Zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen wird es am 17. Dezember zu einer Stichwahl kommen.

Die scheidende Staatschefin Michelle Bachelet, die bereits 2007-2011 Präsidentin war, durfte gemäss der Verfassung nicht für eine unmittelbar darauf folgende weitere Amtszeit kandidieren. Die Wahlbeteiligung lag bei 47 Prozent. 14,3 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Piñera war bereits 2011-2014 Präsident Chiles.

Die 46-jährige Journalistin Beatriz Sánchez, Kandidatin der linken Koalition «Frente Amplio», folgte den Hochrechnungen zufolge auf Platz drei überraschend dicht hinter Guillier mit 20,3 Prozent. Der rechtsextreme Kandidat José Antonio Kast, der die Regierung des Diktators Augusto Pinochet (1973-1990) lobt, erreichte mit 7,9 Prozent den vierten Platz.

Es wurden auch alle 155 Abgeordneten und die Hälfte der 50 Senatoren im Parlament neu gewählt. Nach der vorläufigen Auszählung wird kein politisches Lager eine absolute Mehrheit im Parlament erreichen.

SDA/chk

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