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Paris diskutiert über eine Ersatzkirche

Der Direktor von Notre-Dame will ein Holzprovisorium bauen lassen. Die Pariser Bürgermeisterin unterstützt das Projekt.

Der Direktor von Notre-Dame hat für die Zeit des Wiederaufbaus der schwer beschädigten Kathedrale eine Holzkirche auf dem Vorplatz ins Spiel gebracht. «Wir dürfen nicht sagen, die Kathedrale ist für fünf Jahre geschlossen und das war's», sagte Patrick Chauvet dem Sender CNews am Donnerstagmorgen.

«Also dachte ich mir: Kann ich nicht eine temporäre Kirche auf dem Vorplatz bauen?» Diese würde dann aus Holz sein. So könne man die zahlreichen Touristen willkommen heissen, die die weltberühmte Kathedrale besuchen. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo unterstütze das Projekt, sagte Chauvet.

Unklar war weiter, wie lange Notre-Dame letztlich geschlossen bleiben wird. Es sei möglich, dass die Kathedrale schon bald wieder geöffnet werde, wenn es die Sicherheit des Gebäudes erlaube, sagte eine Sprecherin der Pariser Diözese. Allerdings sei es noch zu früh, um darüber eine verlässliche Aussage zu treffen.

Die Schäden im Innern sind zu erahnen: Ein Feuerwehrmann geht an der offenen Tür der Kathedrale vorbei. (16. April 2019)
Die Schäden im Innern sind zu erahnen: Ein Feuerwehrmann geht an der offenen Tür der Kathedrale vorbei. (16. April 2019)
Ludovic Marin, Reuters
Blick durch die Tür: Steine vom Dach und Überreste des Baugerüsts liegen mitten in der Notre-Dame. (16. Dezember 2019)
Blick durch die Tür: Steine vom Dach und Überreste des Baugerüsts liegen mitten in der Notre-Dame. (16. Dezember 2019)
Ludovic Marin, AFP
Betroffen: Ein älteres Paar betrachtet beim Sonnenaufgang die Kathedrale. (16. April 2019)
Betroffen: Ein älteres Paar betrachtet beim Sonnenaufgang die Kathedrale. (16. April 2019)
Zakaria ABDELKAFI, AFP
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte nach dem verheerenden Brand versprochen, die Kathedrale innerhalb von fünf Jahren wiederaufzubauen – noch schöner als zuvor. Premierminister Édouard Philippe kündigte einen internationalen Architekturwettbewerb für den Wiederaufbau des kleinen Spitzturms an, der bei dem Feuer zerstört wurde.

Augen auf bei Spenden für Notre-Dame

Wer für den Wiederaufbau der Kathedrale spenden will, sollte sich vor Betrügern hüten: Darauf weist die französische Kulturerbe-Stiftung Fondation du Patrimoine hin, die offiziell mit dem Spendensammeln betraut ist.

Die private Stiftung teilte am Mittwochabend in Paris mit, in Frankreich wie im Ausland versuchten Kriminelle in ihrem Namen, an Geld zu kommen. Wer eine Mail oder einen Brief im Namen der Fondation du Patrimoine erhalte oder einen Anruf, sitze einem Betrüger auf, warnte die Stiftung. Spenden für Notre-Dame seien ausserhalb von Frankreich ausschliesslich über die Webseite don.fondation-patrimoine.org möglich, die es auch auf Englisch gibt.

Die Fondation du Patrimoine ist eine von vier Organisationen, die von der französischen Regierung offiziell mit dem Geldsammeln für den Wiederaufbau beauftragt sind. Die Stiftung hat nach dem Grossbrand der Kathedrale bereits rund 145 Millionen Euro an Spenden empfangen: Fast 14 Millionen von Privatleuten und weitere 131 Millionen von Unternehmen und grossen Mäzenen.

(SDA)

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