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Nach zwei Todesfällen wollen USA Kinder an Grenze besser schützen

Die Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen will noch in dieser Woche an die Grenze reisen, um sich selbst ein Bild von der medizinischen Versorgung dort zu machen.

Innerhalb eines Monats ist ein zweites Kind aus Guatemala nach seiner Festnahme durch US-Grenzbehörden gestorben.
Innerhalb eines Monats ist ein zweites Kind aus Guatemala nach seiner Festnahme durch US-Grenzbehörden gestorben.
Luis Echeverria, Reuters
Der Sarg mit den sterblichen Überresten der siebenjährigen Jakelin Caal wird am Flughafen von Guatemala-Stadt in ein Leichenauto getragen.
Der Sarg mit den sterblichen Überresten der siebenjährigen Jakelin Caal wird am Flughafen von Guatemala-Stadt in ein Leichenauto getragen.
Moises Castillo, Keystone
Der US-Grenzschutz sei von der grossen Zahl der ankommenden Migranten «überfordert». Der US-Kongress müsse der Behörde mehr Geld für die Gesundheitsversorgung bereitstellen.
Der US-Grenzschutz sei von der grossen Zahl der ankommenden Migranten «überfordert». Der US-Kongress müsse der Behörde mehr Geld für die Gesundheitsversorgung bereitstellen.
Christian Torres, Keystone
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Nach dem Tod zweier guatemaltekischer Migrantenkinder im Gewahrsam des US-Grenzschutzes hat die US-Regierung umfassende «Schutzmassnahmen» angekündigt. Experten der US-Gesundheitsbehörden sollten sich mit dem Anstieg der Zahl «kranker Kinder, die unsere Grenze überqueren» befassen, erklärte US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen am Mittwoch. Sie sollten prüfen, wie sich Spitäler in der Grenzregion zu Mexiko auf die neue Situation einstellen könnten.

Die medizinische Abteilung der US-Küstenwache sei angewiesen worden, Empfehlungen für medizinische Programme abzugeben, erklärte Nielsen weiter. Vom Verteidigungsministerium seien zusätzliche medizinische Fachkräfte angefordert worden. Nielsen will im Laufe der Woche an die Grenze zu Mexiko reisen, um sich ein Bild von der medizinischen Versorgung in Posten des US-Grenzschutzes zu machen, wie sie ankündigte.

In den vergangenen Wochen waren zwei Migrantenkinder aus Guatemala im US-Gewahrsam gestorben, zuletzt in der Nacht auf Dienstag ein achtjähriger Junge. Der Chef der Grenzschutzbehörde, Kevin McAleenan, kündigte daraufhin zunächst an, seine Behörde werde alle Kinder in Gewahrsam medizinisch untersuchen lassen. Am Mittwoch dann rief er die Politik zum Handeln auf: Der US-Grenzschutz sei von der grossen Zahl der ankommenden Migranten «überfordert». Der US-Kongress müsse der Behörde mehr Geld für die Gesundheitsversorgung bereitstellen.

McAleenan sprach von 25'000 Kinder in US-Gewahrsam. «Das ist ein enormer Zustrom, das ist anders als das, was wir bisher kannten.»

AFP/nag

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