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Menschen könnten in LKW erfroren sein

Die Polizei durchsucht in Nordirland zwei Wohnungen. Unklar ist, ob der LKW-Fahrer von den Menschen in seinem Kühlcontainer wusste.

Polizisten sichern das Gelände, auf dem der Lastwagen gefunden wurde. (23. Oktober 2019) Foto: Hannah McKay/Reuters
Polizisten sichern das Gelände, auf dem der Lastwagen gefunden wurde. (23. Oktober 2019) Foto: Hannah McKay/Reuters

Nach dem Fund von 39 Leichen in einem Lastwagen-Sattelauflieger nahe London werden immer neue Details zu den Ermittlungen bekannt. Britischen Medienberichten zufolge wurden in der Nacht zum Donnerstag zwei Wohnungen in Nordirland durchsucht - dem Herkunftsland des festgenommenen Lastwagenfahrers. Von einem Zusammenhang mit dem Fall sei stark auszugehen, hiess es. Demnach könnten die Menschen im Laderaum erfroren sein, da es sich bei dem Anhänger um einen Kühlcontainer handelte.

Die Umstände deuten stark darauf hin, dass es sich bei den noch nicht identifizierten Toten - laut Polizei handelt es sich um 38 Erwachsene und einen Teenager - um ins Land geschleuste Migranten handelt. Offiziell bestätigt ist das bisher aber ebenso wenig wie die Todesursache.

Unklar ist auch, ob der Lastwagenfahrer wusste, dass sich die Menschen in dem weissen Container befanden. Der 25-Jährige steht unter Mordverdacht.

Nach Polizeiangaben war der Anhänger per Schiff vom belgischen Hafen Zeebrugge ins englische Purfleet transportiert worden und dort am frühen Mittwochmorgen angekommen. Purfleet ist nicht weit entfernt vom Fundort, einem Industriegebiet der Stadt Grays.

Den Ermittlern zufolge wurde der Container anscheinend eine halbe Stunde nach Mitternacht (Ortszeit) an Land gebracht und dort an die Zugmaschine aus Nordirland gekoppelt. Das Gespann habe den Hafen dann kurz nach 1 Uhr verlassen. Sanitäter hätten die Polizei schliesslich gegen 1.40 Uhr über den Leichenfund im Lastwagen informiert. Wer die Rettungskräfte alarmiert hatte, ist noch immer nicht bekannt.

SDA/aru

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