Zum Hauptinhalt springen

«Habe üble, dreckige Gerüchte über den Bundeskanzler gestreut»

Österreichs Vizekanzler entschuldigte sich bei seinem Rücktritt explizit auch bei Sebastian Kurz und seiner Frau.

Sie wurden heimlich gefilmt: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (Mitte), seine rechte Hand Johann Gudenus und dessen Frau in einer Villa auf Ibiza. Video: SZ

Wegen des Skandals um ein Enthüllungsvideo ist Österreichs Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zurückgetreten. In seiner knapp zehnminütigen Rücktrittserklärung fielen zwei Punkte auf, die bis jetzt kein Thema war: Einerseits entschuldigt sich der 49-Jährige bei seiner Frau, andererseits auch bei Bundeskanzler Sebastian kurz.

Strache weiss offenbar, dass in dem siebenstündigen Videomaterial noch Passagen enthalten sind, in denen er persönlich beleidigend wird. Während er bei der Entschuldigung an seine Frau nicht auf den Inhalt im Video einging, sagte Strache, er habe über den Bundeskanzler «üble und dreckige» Gerüchte gestreut.

Dass diese Passagen veröffentlicht werden, ist nicht anzunehmen. «Spiegel»-Redaktor Martin Knobbe hatte bereits zuvor in einem TV-Interview erklärt, dass das Nachrichtenmagazin nicht beabsichtige, solche eher intimen Passagen zu veröffentlichen.

Böhmermann kannte das Video

Auch auf Satiriker Jan Böhmermann ging Strache in seiner Rücktrittsrede ein und hinterfragte dessen Rolle. Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, kannte dieser den Inhalt, wie sein Manager bestätigte. Er dementiert aber, dass die Aufnahmen Böhmermann angeboten worden seien. Woher der Satiriker das Video kannte, wisse er nicht, sagt Burtz gemäss «Süddeutscher Zeitung».

Strache kündigte an, «alle rechtlichen Schritte» einzuleiten, «um die gegen mich erhobenen Vorwürfe mit allen Mitteln zu entkräften».

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch