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Guatemala schafft die Todesstrafe ab

Unter anderem bei der Ermordung des Präsidenten war sie bisher als Strafmass erlaubt – doch nun hat das höchste Gericht des Landes die Todesstrafe als ungültig erklärt.

Seit Jahren nicht mehr angewendet: Mit einem inhaftierten Mann aus Salvador demonstrieren Wächter im Gefängnis von Fraijanes, nahe Guatemala City, wie die Todesstrafe im Fall der Fälle durchgeführt würde. (15 February 2008)
Seit Jahren nicht mehr angewendet: Mit einem inhaftierten Mann aus Salvador demonstrieren Wächter im Gefängnis von Fraijanes, nahe Guatemala City, wie die Todesstrafe im Fall der Fälle durchgeführt würde. (15 February 2008)

Das Oberste Gericht von Guatemala hat die Todesstrafe in Zivilprozessen abgeschafft. Der Staatsgerichtshof kündigte die Entscheidung am Donnerstag (Ortszeit) an, die mit einer Veröffentlichung im Amtsblatt der Regierung wirksam wird. Die Todesstrafe ist in dem mittelamerikanischen Staat bereits seit mehreren Jahren nicht mehr angewendet worden.

Rein rechtlich wäre sie aber bei Morden von Menschen jünger als zwölf oder älter als 60 Jahre als Urteil möglich gewesen. Zudem wäre sie bei der Ermordung des Präsidenten, dessen Stellvertreters oder auch bei tödlich verlaufenen Entführungen als Strafmass erlaubt gewesen. Zumindest auf dem Papier gültig bleibt sie im Militärjustizwesen Guatemalas.

dapd/foa

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