Gestrandet im Outback: Leiche von Frau gefunden

Wegen einer Fahrzeugpanne waren drei Freunde im australischen Outback verschollen. Nun ist die Polizei auf die Leiche einer Frau gestossen.

Eine Vermisste war bereits am Montag am Strassenrand in der Nähe eines Campingplatzes in Alice Springs aufgefunden worden. Bild: Keystone/ AP Australian Broadcasting

Eine Vermisste war bereits am Montag am Strassenrand in der Nähe eines Campingplatzes in Alice Springs aufgefunden worden. Bild: Keystone/ AP Australian Broadcasting

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Wie die Northern Territory Police in einer Medienmitteilung schreibt, haben Beamte am Mittwochmorgen südlich von Alice Springs eine Frauenleiche entdeckt. Die Polizei vermutet, dass es sich um eine der Vermissten handelt, die seit zwei Wochen in der Gegend um Alice Springs gesucht werden. Eine formelle Identifikation steht jedoch noch aus.

Die 46-Jährige war nach Angaben der Polizei und laut Medienberichten am 19. November zusammen mit zwei Freunden und einem Hund für eine Spritztour mit dem Auto aufgebrochen. Unterwegs war der Geländewagen im Flussbett des Finke River stecken geblieben. Die Gruppe habe drei Tage lang versucht, ihr Fahrzeug zu retten, sagte ihre Begleiterin, Tamra McBeath-Riley, örtlichen Medien zufolge am Montag.


Danach hätten sich die drei Freunde getrennt. McBeath-Riley sei mit dem Hund zurückgeblieben, der den langen Weg wohl nicht überlebt hätte. Die anderen beiden zogen mit GPS und Kompass weiter in Richtung der Fernverkehrsstrasse Stuart Highway.

Sechs Liter Wasser und zehn Dosen Wodka

McBeath-Riley war am vergangenen Montag bei einer Suche mit Helikoptern in der Gegend Stuarts Well südlich der Stadt Alice Springs entdeckt worden. Eine Notiz, die sie im Innern des stecken gebliebenen Wagens hinterlassen hatte, führte die Polizei auf ihre Spur. Ein Anwohner hatte die Beamten zuvor auf Reifenspuren aufmerksam gemacht, die zum Auto führten.

Die 52-Jährige hatte fast zwei Wochen in der entlegenen Buschregion überlebt. Sie habe in der Zeit abgekochtes Grundwasser aus einem Wasserloch getrunken, berichtete die Polizei.

«Während des Tages haben wir uns unter dem Auto in den Sand gegraben. Nachts schliefen wir im Auto», schilderte McBeath-Riley ihre Erlebnisse gegenüber ABC News. In der Gegend kann es um diese Jahreszeit bis zu 40 Grad heiss werden. Sie hätten etwa sechs Liter Wasser und zehn Dosen Wodka getrunken, die sie im Auto dabeihatten. Schliesslich hätten sie realisiert, dass sie anderswo Schutz suchen mussten.

«Ich nenne das ein Wunder»

Einen Tag später wurde auch der zweite Begleiter lebend aufgefunden. Ein Viehzüchter hatte ihn am Dienstagmorgen im Palmer Valley südlich der Stadt Alice Springs auf seinem Land entdeckt.

Laut Medienberichten folgte der 40-Jährige zwei Tage lang einem Zaun, nachdem er sich von seiner Weggefährtin getrennt hatte. Auf seinem Weg sei er auf einen Bauernhof gestossen, wo er verköstigt worden sei. Die örtliche Polizei habe den Mann etwa 12 Kilometer vom stecken gebliebenen Fahrzeug entfernt entdeckt.

Wie die Polizei mitteilte, trank der Australier aus Wasserlöchern, um sich am Leben zu halten. Der 40-Jährige wurde in ein Spital gebracht. «Wir sind alle enorm froh, dass es ihm gut geht», sagte die örtliche Polizeipräsidentin. «Ich nenne das ein Wunder.» (sho/sda)

Erstellt: 04.12.2019, 09:42 Uhr

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