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Fünf Tote bei Angriff auf Militärakademie in Kabul

Beim Versuch, in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Militärakademie anzugreifen, sollen einige Angreifer getötet worden sein.

Mehrere Explosionen: Afghanische Sicherheitskräfte treffen bei der Akademie ein. (29. Januar 2018)
Mehrere Explosionen: Afghanische Sicherheitskräfte treffen bei der Akademie ein. (29. Januar 2018)
Wakil Kohsar, AFP

Bei einem Angriff von fünf schwer bewaffneten Männern auf eine Militäreinheit nahe einer grossen Militärakademie in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach offiziellen Angaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter drei der Angreifer.

Einer habe sich in die Luft gesprengt, zwei weitere seien erschossen worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Daulat Wasiri, am Montagmorgen. Ein Attentäter sei festgenommen worden, aber der letzte kämpfe noch. Ausserdem seien zwei afghanische Soldaten ums Leben gekommen und zehn verletzt worden.

Wasiri widersprach zahlreichen Bestätigungen – unter anderem aus dem Präsidentenpalast, von einem in der Gegend lebenden Offizier und von Medien –, dass die grosse Marschall-Fahim-Militärakademie selbst angegriffen worden sei.

Ziel des Angriffs sei die nahe Basis der 111. Brigade gewesen – eine Militäreinheit neben der Akademie. Es wurde nicht unmittelbar klar, ob es sich um eine semantische Unterscheidung handelt, um einen weiteres Versagen von Sicherheitskräften beim Schutz schwer bewachter Einrichtungen zu verschleiern.

Täter mit Nachtsichtgeräten

Die Akademie wurde von britischen Streitkräften mit aufgebaut und trägt auch den Spitznamen «Sandhurst in the Sand» – eine Referenz auf die bekannte Militärakademie in Grossbritannien. In der Akademie arbeiten auch ausländische Ausbilder. Der Angriff begann am frühen Morgen noch bei Dunkelheit. Der gut vernetzte Journalist Bilal Sarwary schrieb auf Twitter, eine Gruppe von Angreifern mit Nachtsichtgeräten sei auf das Gelände eingedrungen.

Erst am Samstag hatte es ein Attentäter der radikalislamischen Taliban in eine der am schwersten bewachten Strassen von Kabul hineingeschafft und mehr als 100 Menschen getötet. Satellitenbilder zeigen die beiden Militärinstallationen sehr nahe beieinander. Sie könnten auf demselben Gelände liegen.

SDA/chk

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