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Früherer FN-Kadermann wegen Auto-Brandstiftung zu Haft verurteilt

Ein früherer Kadermann des französischen rechtsextremen Front National (FN) hat Autos angezündet und dann eine angeblich zunehmende Kriminalität angeprangert. Nun ist er zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Die Strafe sei angesichts der Schwere der Taten mehr als angemessen, sagte die Vorsitzende Richterin des Strafgerichts von Meaux am Mittwoch bei der Urteilsverkündung. Der 25-Jährige wurde zudem mit fünf Jahren Unwählbarkeit belegt, und er muss mehrere Autobesitzer entschädigen. Adrien Desport, frühere Nummer zwei des FN im Département Seine-et-Marne, hatte unter anderem in einer Nacht im April mit fünf Mittätern 13 Autos angezündet. Anschliessend prangerte er im Internet eine "wachsende Unsicherheit" an. Er forderte mehr Überwachungskameras und eine Bewaffnung der Gemeindepolizei. "Ich bin sehr wenig stolz auf das, was ich getan habe", sagte Desport während des Prozesses. "Ich habe Fehler gemacht, und ich bin hier, um für das zu bezahlen, was ich getan habe." Mehrere seiner Komplizen wurden am Mittwoch ebenfalls zu Haftstrafen verurteilt, die teilweise zur Bewährung ausgesetzt wurden. Während des Prozesses hatte die Vorsitzende Richterin beschrieben, wie sich die Angeklagten mit Alkohol betranken und mit Medikamenten aufputschten und dann loszogen, um Autos zu zerstören. Der FN hat Desport inzwischen verstossen - die Partei selbst hatte ihn der Polizei gemeldet. Eine angeblich zunehmende Unsicherheit ist ein beliebtes Wahlkampfthema der rechtsextremen Partei.

SDA

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