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EU-Parlament gibt grünes Licht für Umverteilung von Flüchtlingen

Die Abgeordneten im EU-Parlament haben im Dringlichkeitsverfahren die EU-internen Umverteilung von 120'000 Flüchtlingen aus Italien, Griechenland und Ungarn gutgeheissen. Nun braucht es noch die Zustimmung der die EU-Staaten.

Flüchtlinge stehen auf der griechischen Insel Lesbos für Essen an: Angesichts solcher Bilder stimmte das EU-Parlament für eine EU-interne Umverteilung von 120'000 Flüchtlingen. (Archiv)
Flüchtlinge stehen auf der griechischen Insel Lesbos für Essen an: Angesichts solcher Bilder stimmte das EU-Parlament für eine EU-interne Umverteilung von 120'000 Flüchtlingen. (Archiv)
Keystone

Die EU-Innenminister beraten daher am kommenden Dienstag über den Verteil-Plan der EU-Kommission. Mehrere osteuropäische EU-Staaten lehnen Flüchtlingsquoten nach wie vor vehement ab. Mit der Abstimmung via Dringlichkeitsverfahren will das EU-Parlament Druck auf die EU-Innenminister ausüben, sich endlich auf einen Verteilmechanismus einigen sollen. "Wir stehen vor einer historischen Bewährungsprobe", sagte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz am Donnerstag vor der Abstimmung in Brüssel. Benötigt werde daher Solidarität "nach innen und nach aussen". Der Verteil-Plan wurde vom Parlament mit grosser Mehrheit angenommen. Von 556 Abgeordneten stimmten insgesamt 370 dafür, 134 dagegen und 52 enthielten sich. Die EU-Kommission begrüsste den Entscheid des EU-Parlaments. Der Weg sei nun für die EU-Staaten frei, den Vorschlag anzunehmen. "Wir bitten die EU-Staaten eindringlich, die nötigen Entscheidungen" beim kommenden Treffen zu fällen, heisst es im Communiqué der Kommission.

SDA

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