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Er soll Brasiliens Ministerien «säubern»

Onyx Lorenzoni. der Vertraute des Präsidenten Bolsonaro, ist für die Koordinierung der Ministerien zuständig. In seinem eigenen hat er bereits Hunderte Menschen entlassen.

Die brasilianische Regierung werde das «Haus säubern», sagte Staatsminister Onyx Lorenzoni nach der ersten Kabinettssitzung. (3. Januar 2019)
Die brasilianische Regierung werde das «Haus säubern», sagte Staatsminister Onyx Lorenzoni nach der ersten Kabinettssitzung. (3. Januar 2019)
Adriano Machado, Reuters
Der Vertraute von Präsident Jair Bolsonaro (r.) ist für die Koordinierung der verschiedenen Ministerien untereinander zuständig.
Der Vertraute von Präsident Jair Bolsonaro (r.) ist für die Koordinierung der verschiedenen Ministerien untereinander zuständig.
EVARISTO SA, AFP
In seinem eigenen Ministerium entliess Lorenzoni bereits 300 Angestellte. Kurz vor seinem Amtsantritt hatte Präsident Bolsonaro (r.) angedroht, er wolle die Regierung «säubern».
In seinem eigenen Ministerium entliess Lorenzoni bereits 300 Angestellte. Kurz vor seinem Amtsantritt hatte Präsident Bolsonaro (r.) angedroht, er wolle die Regierung «säubern».
Eraldo Peres, Keystone
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Brasiliens neue Regierung unter dem rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro macht Ernst mit der angekündigten «Säuberung» der Verwaltung: Angestellte in den Ministerien, die mit der Regierung ideologisch nicht auf einer Linie liegen, sollen entlassen werden.

Die Regierung werde das «Haus säubern», sagte Staatsminister Onyx Lorenzoni nach der ersten Kabinettssitzung am Donnerstag. Die Massnahme zielt auf Anhänger linker Parteien, insbesondere der oppositionellen Arbeiterpartei, die 2003 bis 2016 die Regierung stellte.

Ziel sei es, «die sozialistischen und kommunistischen Ideen» aus den Ministerien zu verbannen, sagte Lorenzoni. Der Bolsonaro-Vertraute ist für die Koordinierung der verschiedenen Ministerien untereinander zuständig. Es ergebe keinen Sinn, in den Ministerien Menschen zu beschäftigen, die «eine andere Denkweise und ein anderes politisches System» vertreten.

Lorenzoni legt vor

In seinem eigenen Ministerium entliess Lorenzoni bereits 300 Angestellte. Einige von ihnen könnten aber auf ihre Posten zurückkehren – nach einer Untersuchung ihrer ideologischen Ausrichtung.

In den anderen Ministerien könne nun ähnlich verfahren werden, sagte Lorenzoni. Ministeriumsmitarbeiter, die ein strenges Auswahlverfahren für den öffentlichen Dienst absolviert haben, sind von den Massnahmen nicht betroffen.

Bolsonaro, der am Dienstag als Präsident vereidigt worden war, strebt eine radikale Abkehr von der bisherigen Politik in Brasilien an. Kurz vor seinem Amtsantritt hatte er in einem Interview erklärt, er wolle die Regierung «säubern».

SDA/nag

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