Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Die chinesische Regierung will Hongkong zerstören»

Herr Wong, warum haben Sie sich 2017 entschieden, in Deutschland Asyl zu beantragen?

Wurden Sie oder Ihre Familie bedroht, als Sie noch in Hongkong waren?

Sie sind seit fast eineinhalb Jahren in Deutschland, aber erst jetzt haben Sie Ihren Fall öffentlich gemacht. Warum?

«Wenn dieses Gesetz verabschiedet wird, ist das das Ende des Prinzips ‹ein Land, zwei Systeme›, das China bei der Übergabe vertraglich zugesichert hat», sagt Ray Wong: Demokratie-Aktivist Wong (links) spricht nach seiner Flucht nach Deutschland zu den Medien. (4. Juni 2019) Bild: AFP

Inwiefern hat das Gesetz Auswirkungen auf Ihren Fall?

Wann hatten Sie das erste Mal das Gefühl, dass die chinesische Regierung in Hongkong zu viel Einfluss nimmt?

Sie sind erst 25 Jahre alt, Ihr Mitstreiter Alan Li ist 27. Warum sind es vor allem junge Menschen, die sich gegen das System auflehnen?

Polizisten setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein, als sie gegen Demonstranten vorgingen, die vor dem Parlament ein Nachtlager aufschlagen wollten. (10. Juni 2019)
Protestteilnehmer waren Flaschen auf die Beamten und setzten Metallgitter gegen die Polizisten ein: Mindestens ein Polizist wurde dabei verletzt. (10. Juni 2019)
Auch in Berlin fand eine Unterstützungsaktion statt. (9. Juni 2019)
1 / 9

Warum das?

Ihre Bewegung «Hong Kong Indigenous» vertritt deutlich radikalere Positionen als ein Grossteil der pro-demokratischen Aktivisten in Hongkong. Sie wollen nicht nur den Status Quo erhalten, sondern haben wiederholt die Unabhängigkeit der Sonderverwaltungszone gefordert. Das ist für Peking eine rote Linie.

Viele pro-demokratische Aktivisten kritisieren auch gezielt Ihre nationalistischen Forderungen.

Bei den von Ihnen organisierten Demonstrationen kam es bereits zu Kämpfen zwischen Ihnen und der Polizei. Sie werden beschuldigt, dazu angestiftet zu haben.

In einem Artikel, den Sie in der New York Times veröffentlicht haben, vergleichen Sie sich selbst mit dem religiösen Oberhaupt der Tibeter, dem 14. Dalai Lama und Friedensnobelpreisträger. Kommt Ihnen das nicht etwas übertrieben vor?