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Clinton finanzierte Teile von Trumps Russland-Akte

Donald Trump werden unzulässige Absprachen mit Russland vorgeworfen. Das Wahlkampfteam Clintons soll Recherchen dazu finanziell unterstützt haben.

Soll für belastende Informationen gegen Trump gezahlt haben: Hillary Clinton präsentiert in Montreal ihr neues Buch «What Happened». (23. Oktober 2017)
Soll für belastende Informationen gegen Trump gezahlt haben: Hillary Clinton präsentiert in Montreal ihr neues Buch «What Happened». (23. Oktober 2017)
Ryan Remiorz, Keystone

Kompromittierende Informationen über Trump, angeblich einst von Russland gesammelt, machten Anfang des Jahres die Runde. Doch auch Clinton-Vertraute waren an Recherchen über Trump interessiert - und bezahlten dafür.

Das Wahlkampfteam von Hillary Clinton hat offenbar eine Forschungsfirma bei Recherchen über US-Präsident Donald Trump finanziell unterstützt. Konkret soll Geld für Informationen geflossen sein, die für ein umstrittenes Dossier mit Vorwürfen gegen Trump, er stehe in Verbindung zu Russland, verwendet wurden, wie die Nachrichtenagentur AP am Dienstagabend (Ortszeit) aus informierten Kreisen erfuhr. Auch die demokratische Parteiorganisation soll das Sammeln von Informationen über Trump mitfinanziert haben.

Trump spricht von Hexenjagd

Das Dokument hatte Anfang des Jahres für Aufsehen gesorgt. Es beinhaltete kompromittierende Informationen, die angeblich zunächst von Russland gesammelt worden waren. Das Material, das Trump möglicherweise erpressbar gemacht hätte, soll von einem Briten in einem Bericht zusammengefasst worden sein. Schon damals hiess es, die Demokraten hätten den Informanten finanziert. Das FBI informierte Trump schliesslich über das Dossier, das er als «Fake-News» und «politische Hexenjagd» zurückwies.

Wie AP erfuhr, soll die Forschungsfirma Fusion GPS einen Anwalt kontaktiert haben, der zu Wahlkampfzeiten für Clintons Team zuständig war. Sie habe angefragt, die Recherche über Trumps internationale Geschäftsbeziehungen für die Demokraten fortzusetzen, nachdem ein republikanischer Geldspender zuvor aus dem Projekt ausgestiegen war.

Sonderermittlung des FBI im Gang

Die «Washington Post» berichtete am Dienstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, die Demokraten hätten für die Recherche bezahlt, weil so wenig über Trumps Geschäftsinteressen bekannt gewesen sei. Es sei unklar, wie und wie viele Informationen die Demokraten und Clintons Wahlkampfteam bekommen hätten.

Eine Sprecherin der demokratischen Parteiorganisation sagte, dem Parteichef sei nicht bekannt gewesen, dass die Kanzlei des für die Demokraten zuständigen Anwalts mit Fusion GPS zusammenarbeitete. «Aber lasst uns klar sein, es gibt eine ernsthafte Ermittlung zu den Verbindungen der Trump-Wahlkampagne nach Russland und die amerikanische Öffentlichkeit verdient zu wissen, was passiert ist», so die Sprecherin.

FBI-Sonderermittler Robert Mueller untersucht mögliche Absprachen Moskaus mit Wahlkampfhelfern Trumps. In dem Zuge wurde vor einigen Wochen auch jener Brite interviewt, der bei der Zusammenstellung des umstrittenen Dossiers geholfen haben soll.

AP/sep

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