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China bestätigt Besuch von Kim Jong-un

Nordkoreas Machthaber hat sich in Peking mit Chinas Staatschef Xi Jinping getroffen und sich dabei der «Denuklearisierung verpflichtet».

Treffen mi Xi in Peking bestätigt: Bei dem Besuch betonte der Machthaber, er fühle sich der «Denuklearisierung verpflichtet». (Video: Tamedia/AFP)

China hat einen Besuch von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un bei Staatschef Xi Jinping in Peking bestätigt. Kim sei von Sonntag bis Mittwoch in Begleitung seiner Frau in China gewesen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch.

Erste Auslandreise seit der Machtübernahme im Jahr 2011: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un (links) bei Chinas Staatschef Xi Jinping. (27. März 2018)
Erste Auslandreise seit der Machtübernahme im Jahr 2011: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un (links) bei Chinas Staatschef Xi Jinping. (27. März 2018)
Ju Peng/Xinhua, Keystone
Kim Jong-un ist zusammen mit seiner Frau Ri Sol-ju zu Xi Jinping und dessen Frau Peng Liyuan gereist.
Kim Jong-un ist zusammen mit seiner Frau Ri Sol-ju zu Xi Jinping und dessen Frau Peng Liyuan gereist.
Ju Peng/Xinhua, Keystone
China ist sein wichtigster Verbündeter: Kim Jong-un. (Archivbild)
China ist sein wichtigster Verbündeter: Kim Jong-un. (Archivbild)
KCNA, AFP
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Auch die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete von dem Treffen. Yonhap zufolge hat Xi eine Einladung Kims für einen Gegenbesuch in Nordkorea angenommen.

Über Kims erste Auslandsreise seit seiner Machtübernahme im Jahr 2011 war wegen eines Sonderzugs und erhöhter Sicherheitsvorkehrungen in Teilen Pekings bereits spekuliert worden. Nachdem Medien bereits Bilder eines nordkoreanischen Sonderzuges in Peking gezeigt hatten, wollte die chinesische Regierung Kims Besuch aber zunächst nicht bestätigen.

Bemerkenswerte Aussagen

Kim und Xi sind in Peking laut den Informationen zunächst zu Gesprächen in der Grossen Halle des Volkes zusammengekommen. Später hätten Xi und seine Frau Peng Liyuan einen Empfang für den koreanischen Machthaber und dessen Frau Ri Sol Ju gegeben.

Dort habe Kim gesagt, er habe «erfolgreiche Gespräche» mit Xi zur Entwicklung der beiderseitigen Beziehungen und zum «Erhalt von Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel» geführt.

Der japanische TV-Sender Nippon TV zeigt Aufnahmen eines Zuges, mit dem der nordkoreanische Diktator angeblich in Peking eingetroffen sei. (Video: Tamedia)

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un erklärte nach Angaben aus Peking bei seinem Besuch bei Chinas Staatschef Xi Jinping zudem, dass er sich «der Denuklearisierung verpflichtet» fühle. «Das Thema der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel kann gelöst werden, wenn Südkorea und die USA mit gutem Willen auf unsere Bemühungen reagieren, eine Atmosphäre des Friedens und der Stabilität schaffen und fortschrittliche und gleichzeitige Massnahmen für die Umsetzung von Frieden ergreifen», zitierte am Mittwoch die amtliche Nachrichtenagentur Xinua Nordkoreas Machthaber.

Xi sagte laut Xinhua, die Partnerschaft der beiden Länder sei «eine strategische Entscheidung und die einzig richtige Entscheidung, die beide Seiten auf Grundlage der Geschichte und Realität getroffen haben». «Das sollte sich nicht ändern und wird es auch nicht wegen irgend eines einzelnen Ereignisses zu einer bestimmten Zeit», fügte Xi den Angaben zufolge hinzu. Kim bekräftigte seine Bereitschaft zu einem Dialog mit den USA und zu einem Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump.

Konflikt unter Verbündeten

Auch Chinas Regierungschef Li Keqiang und Mitglieder des Zentralkomitees führten Gespräche mit Kim, berichtete Xinhua.

China ist der wichtigste Verbündete des wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms international isolierten Landes. Die Beziehungen zwischen Peking und Pyongyang haben sich zuletzt aber deutlich abgekühlt. So hat China Uno-Sanktionen gegen Nordkorea mitgetragen.

In den Nordkorea-Konflikt ist in den vergangenen Wochen viel Bewegung gekommen: Kim will im April den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in und voraussichtlich im Mai den US-Präsidenten Donald Trump treffen.

Washington jubelt

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben von China über den Besuch des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un in Peking informiert worden. Die chinesische Regierung habe das Weisse Haus am Dienstag kontaktiert und dabei auch eine persönliche Nachricht von Präsident Xi Jinping an Trump übermittelt, erklärte Trumps Sprecherin Sarah Sanders am Dienstagabend in Washington.

Die jüngsten Entwicklungen seien ein weiterer Beweis dafür, dass Trumps Kampagne des maximalen Drucks eine «angemessene Atmosphäre» für einen Dialog mit Nordkorea schaffe, fügte sie hinzu. Die US-Regierung stehe in engem Kontakt mit Südkorea und Japan.

(sda/AFP)

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