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Bombe explodiert an Grenze zu Irland

Der baldige EU-Austritt von Grossbritannien schürt die Spannungen in Nordirland. Nun ist ein weiterer Sprengsatz detoniert.

Die Angst vor dem Terror geht wieder um: Die Grenze zwischen dem britischen Norden und dem katholischen Süden. (Keystone/Neil Hall/1. März 2019)
Die Angst vor dem Terror geht wieder um: Die Grenze zwischen dem britischen Norden und dem katholischen Süden. (Keystone/Neil Hall/1. März 2019)

In Nordirland explodierte am Montagmorgen nahe der Grenze zur Republik Irland auf einer Strasse ein Sprengsatz. Vize-Polizeichef Stephen Martin zeigte sich vor Journalisten in Belfast überzeugt, dass es sich bei der Explosion um einen versuchten Anschlag auf nordirische Sicherheitskräfte handelte. Durch einen Hinweis vom Samstagabend sei versucht worden, Polizisten und Anti-Terror-Einheiten zum Ort der Explosion zu locken.

Martin hielt es nach eigenen Angaben für möglich, dass die Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA) oder ihre Absplitterungen New IRA und Continuity IRA für den Anschlagsversuch verantwortlich sein können. Die IRA wäre nach seinen Worten «ein guter Ausgangspunkt für die Ermittlungen».

Die IRA kämpfte Jahrzehnte für die Vereinigung Nordirlands, das zu Grossbritannien gehört, mit der Republik Irland. Durch die EU-Integration und das Karfreitagsabkommen von 1998 war der Nordirland-Konflikt entschärft worden.

Irischer Prermier meldete sich zu Wort

Angesichts des für den 31. Oktober geplanten Brexit und der fehlenden Einigung zwischen der EU und Grossbritannien auf eine künftige Grenzvereinbarung zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland haben die politischen Spannungen in Nordirland zuletzt wieder zugenommen.

Im April hatten IRA-Dissidenten bei einer Demonstration im nordirischen Derry eine 29-jährige Journalistin erschossen. Der irische Premierminister Leo Varadkar verurteilte den versuchten Anschlag vom Montag, der «verheerende Auswirkungen» hätte haben können.

SDA/fal

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