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Ban: Extreme Armut innerhalb einer Generation ausrotten

Die grösste Armut kann nach Ansicht von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon innerhalb einer Generation ausgerottet werden. In den vergangenen 15 Jahren sei mit den sogenannten Jahrtausendzielen (MDG) der UNO ein grosser Schritt in diese Richtung gemacht worden.

"Die MDG waren die erfolgreichste Kampagne zur Bekämpfung von Armut der Geschichte", sagte Ban am Montag in Oslo. Die Jahrtausendziele seien zum grossen Teil erreicht worden, auch wenn es noch wichtige Lücken gebe. Im Jahr 2000 hatten Politiker aus aller Welt unter dem Dach der Vereinten Nationen (UNO) die Millennium Development Goals verabschiedet. Innerhalb von 15 Jahren sollte die Zahl der Hungernden halbiert, jedes Kind eine Grundschulbildung bekommen, die Kindersterblichkeit um zwei Drittel gesenkt und Frauen und Mädchen gleichberechtigt werden. Auch der Kampf gegen Krankheiten und Klimawandel waren Teil der acht Ziele, für die zum Teil das Jahr 1990 als Vergleichsbasis gewählt wurde. Einiges erreicht Die Zahl der Menschen, die mit 1,25 Dollar pro Tag auskommen müssen, hat sich den UNO zufolge in den vergangenen 25 Jahren von 1,9 Milliarden auf 836 Millionen mehr als halbiert. Die Kindersterblichkeit fiel um etwas mehr als die Hälfte - angestrebt waren zwei Drittel - von 90 auf 43 Tote je 1000 Kindern unter fünf. Die Müttersterblichkeit sank um 45 Prozent. Bessere Prävention und Betreuung hätten den Tod von 6,2 Millionen Menschen durch Malaria und 37 Millionen durch Tuberkulose verhindert. Auch bei der Beteiligung von Mädchen und Frauen seien "dramatische Fortschritte gemacht worden. Noch gibt es viel zu tun "Die Jahrtausendziele haben die Leben von Millionen Menschen gerettet und die von Millionen weiteren entscheidend verbessert", sagte Ban. "Mehr als eine Milliarde Menschen wurde aus extremer Armut befreit, mehr als 2,6 Milliarden Menschen haben Zugang zu sauberem Wasser bekommen und mehr Mädchen gehen in die Schule als je zuvor." Im vergangenen Jahr hätten 13,6 Millionen Menschen Medikamenten gegen Aids/HIV bekommen; gut zehn Jahre zuvor seien es nur 800'000 gewesen. "Diese Erfolge sollte die Weltgemeinschaft feiern. Und zugleich sehen wir, wo wir noch nicht erfolgreich waren", sagte Ban. Viele Menschen hätten nicht profitiert und zu oft würden noch Bedürftige wegen Geschlecht, Herkunft oder Behinderung ausgegrenzt. Zudem gebe es 60 Millionen Flüchtlingen - so viele wie nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs. "Diese Lücken sind nun unsere nächste Aufgabe", sagte Ban.

SDA

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