Zum Hauptinhalt springen

Anti-Korruptions-Preis für ermordete maltesische Journalistin

Daphne Caruana Galizia und Ana Garrido Ramos, eine spanische Whistleblowerin und Aktivistin, sind als Gewinner des Antikorruptionspreises ausgewählt worden.

Sie schrieb pausenlos über die «Vetternwirtschaft, die hierzulande als normal akzeptiert wird»: Die investigative Journalistin Daphne Caruana Galizia. (Archiv)
Sie schrieb pausenlos über die «Vetternwirtschaft, die hierzulande als normal akzeptiert wird»: Die investigative Journalistin Daphne Caruana Galizia. (Archiv)
Matthew Mirabelli, AFP
Ein Jahr nach dem Mord gedachten Menschen auf Malta der Journalistin. (16. Oktober 2018)
Ein Jahr nach dem Mord gedachten Menschen auf Malta der Journalistin. (16. Oktober 2018)
John Borg, Keystone
«Der Stift wird die Angst besiegen»: Auf allen maltesischen Zeitungen prangte am 22. Oktober dieses Titelbild.
«Der Stift wird die Angst besiegen»: Auf allen maltesischen Zeitungen prangte am 22. Oktober dieses Titelbild.
Matthew Mirabelli, AFP
1 / 9

Die vor einem Jahr ermordete maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia hat posthum den Anti-Korruptions-Preis von Transparency International erhalten. Ebenfalls ausgezeichnet wurde am Montagabend in Kopenhagen die spanische Whistleblowerin Ana Garrido Ramos, deren Hinweise offenlegten, wie tief die frühere Regierungspartei PP in einen Korruptionsskandal verstrickt war.

Ziel der gemeinnützigen internationalen Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Berlin ist die Bekämpfung und Eindämmung von Korruption weltweit.

Maltas bekannteste Journalistin stirbt durch eine Autobombe. Video: Tamedia/Storyful

Caruana Galizia, die sich als konfliktfreudige Bloggerin in Malta viele Feinde gemacht hatte, war am 16. Oktober 2017 mit einer ferngesteuerten Autobombe vor ihrem Haus getötet worden. Sie wurde 53 Jahre alt. Drei Männer wurden als Täter angeklagt, die Hintermänner bleiben bisher im Dunkeln. Ihr Ehemann und einer ihrer drei Söhne nahmen am Montagabend den Preis entgegen.

Die Jury hob Galizias Einsatz hervor, Korruptionsskandale aufzudecken, «die einflussreiche Politiker und andere in Malta und im Ausland einbeziehen.» Video: Youtube/Transparency International

Garrido Ramos ist eine frühere Angestellte der Gemeinde Boadilla del Monte bei Madrid, die 2009 ein Dossier über verdächtige Zahlungen an eine Gewerkschaft weiterleitete. Sie löste damit Ermittlungen aus, bei denen herauskam, wie Mitglieder der konservativen Volkspartei (PP) Schmiergelder für öffentliche Aufträge erhielten. Der Korruptionsskandal erschütterte die Partei so schwer, dass Ministerpräsident Mariano Rajoy im Juni 2018 zurücktreten musste.

Video: Youtube/Transparency International

SDA/nag

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch