Blinder Trump führt Netanyahu Gassi: Zeitung sagt sorry

Die «New York Times» entschuldigt sich für eine antisemitische Karikatur. Die Veröffentlichung bezeichnet sie als «Fehlentscheidung».

Die antisemitische Karikatur zeigte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und US-Präsident Donald Trump: (März 2019)

Die antisemitische Karikatur zeigte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und US-Präsident Donald Trump: (März 2019) Bild: Reuters

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Die US-Tageszeitung «New York Times» hat sich für eine antisemitische Karikatur von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und US-Präsident Donald Trump entschuldigt. Auf Twitter erklärte die Redaktion am Sonntag, dass die Zeichnung antisemitisch und «beleidigend» sei. «Es war eine Fehleinschätzung, sie zu veröffentlichen», teilten die Verantwortlichen mit.

Die Zeichnung zeigte Netanyahu als Blindenhund mit Davidstern am Halsband, der einen blinden Trump mit Kippa führt. Sie war in der internationalen Printausgabe vom Donnerstag erschienen.

David Harris vom American Jewish Committee zeigte sich auf Twitter entsetzt und warf der Zeitung vor, bei zunehmendem Antisemitismus zusätzlich Öl ins Feuer zu giessen.

Zuvor hatte bereits der israelische Generalkonsul in New York, Danny Dayan, bei der Zeitung gegen die Karikatur protestiert, berichtete der israelische Nachrichtensender Channel 13.

Anfang dieses Jahres hatten brasilianische Juden eine Klage gegen einen Karikaturisten wegen einer Zeichnung eingereicht, von der sie sagten, sie sei antisemitisch. Die Karikatur zeigte Netanyahu und Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro in einer Umarmung. Die Arme waren dabei in der Form eines Hakenkreuzes angelegt.

Eine weitere Karikatur Netanyahus sorgte im August 2018 in Norwegen für Empörung. Als wuchtiger Politiker mit einem Körper in Form eines Hakenkreuzes drückt Netanyahu ein Mitglied der drusischen Minderheit von einer Bank auf der steht: «Nur Weisse.» (nag/AFP)

Erstellt: 28.04.2019, 14:30 Uhr

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