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«Alle 10 Sekunden fliegt etwas am Fenster vorbei»

Benjamin Hari lebt seit drei Jahren in Hongkong. Er und weitere Schweizer berichten von den Auswirkungen des Supertaifuns.

Enorme Kräfte: Taifun «Mangkhut» hat im Hafenviertel in Hong Kong Fenster aus einem Geschäftsgebäude geblasen.
Enorme Kräfte: Taifun «Mangkhut» hat im Hafenviertel in Hong Kong Fenster aus einem Geschäftsgebäude geblasen.
Anthony Wallace, AFP
Die Zerstörung ist auch innerhalb des Gebäudes riesig.
Die Zerstörung ist auch innerhalb des Gebäudes riesig.
Anthony Wallace, AFP
Der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 255 Kilometer pro Stunde bewegt sich im Pazifik und wird voraussichtlich am Samstag auf Land treffen.
Der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 255 Kilometer pro Stunde bewegt sich im Pazifik und wird voraussichtlich am Samstag auf Land treffen.
Aaron Favila/AP, Keystone
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Nichts geht mehr in Hongkong. Seit am Sonntagmorgen der Taifun Mangkhut auf Land getroffen ist, herrscht in der Millionenmetropole Ausnahmezustand. Mittendrin ist der Berner Benjamin Hari, der seit drei Jahren in Hongkong lebt – im 60. Stock eines Hochhauses. «Es windet extrem stark und hier oben schwankt es ganz schön.» Bis zu 130 km/h schätzt der 37-Jährige die Windgeschwindigkeiten.

Der starke Wind entwurzelte in der chinesischen Sonderverwaltungszone zahlreiche Bäume und zerstörte Fenster. Komplette Strassenzüge standen unter Wasser. Da Leitungen beschädigt wurden, waren laut Behördenangaben etwa 7000 Menschen ohne Strom.

«Alle 10 Sekunden fliegt irgendetwas am Fenster vorbei. Stühle, Blachen, alles mögliche.» Auf den Strassen liegen Bäume und Gegenstände, Autos sehe man seit vier Stunden keine mehr. Auch der Flughafen sei komplett lahmgelegt.

Der Taifun hat am Sonntagmorgen Hongkong erreicht:

«Es ist wie im Film»

Die Behörden gaben am Sonntagmorgen eine Warnung heraus, dass niemand in Hongkong nach draussen gehen soll. Die selbe Warnung gilt auch für die Casinostadt Macau. Dort studiert Philipp Sturzenegger aus St. Gallen. «Es herrscht eine komische Stimmung, es fühlt sich an wie in einem Film, alles ist so surreal», beschreibt der 24-Jährige die Stimmung auf dem Campus. Man sei gut vorbereitet worden, aktuell dürfe man das Wohnheim «unter keinen Umständen» verlassen. Die Stadt habe zudem alle Casinos geschlossen.

Die Schulen bleiben laut Sturzenegger auch am Montag zu. Es werde erwartet, dass die Kraft des Taifuns noch zunimmt. Da kein Ende der Ausgangssperre in Sicht ist, hat Nikolai Thelitz am Sonntagmorgen das Hotel gewechselt. Der 20-Minuten-Redaktor ist in den Ferien und harrt in seinem Zimmer aus. «Die Stadt ist wie ausgestorben, aber was will man machen, wir warten hier, bis es vorbei ist.»

Übernommen von «20 Minuten», bearbeitet von Redaktion Tamedia.

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