Xi sieht «historische Chance» für Korea

Der nordkoreanische Machthaber besucht derzeit Chinas Präsidenten. Dieser hofft auf eine Einigung auf der koreanischen Halbinsel.

Mehrtägiger Besuch: Xi Jinping (links) und Kim Jong-un laufen die Ehrengarde ab. (8. Januar 2019)

Mehrtägiger Besuch: Xi Jinping (links) und Kim Jong-un laufen die Ehrengarde ab. (8. Januar 2019) Bild: Shen Hong/Keystone

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Chinas Präsident Xi Jinping sieht eine «seltene historische Chance» für eine Einigung auf der koreanischen Halbinsel. Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un will seinen Beitrag dazu leisten.

Xi Jinping habe gegenüber Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un bei dessen Besuch in Peking in dieser Woche die Hoffnung ausgedrückt, Kim und US-Präsident Donald Trump würden bei einem möglichen zweiten Gipfeltreffen aufeinander zugehen, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Kim versprach demnach, sein Land werde sich darum bemühen, «Ergebnisse zu erzielen, die von der internationalen Gemeinschaft begrüsst werden».

Nordkoreas «berechtigte Bedenken» müssten aber ernst genommen und aktiv auf sie reagiert werden, um eine umfassende Lösung für die koreanische Halbinsel zu erreichen, führte Xi Jinping weiter aus.

Nordkorea aus Isolation befreien

Kim war Anfang der Woche zu einem mehrtägigen Besuch in China eingetroffen. Nach Einschätzung von Experten diente die Reise dazu, sich vor dem geplanten nächsten Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump mit der chinesischen Führung abzustimmen.

Nordkorea ist international weitgehend isoliert. China ist der engste Verbündete Pyongyangs und ein wichtiger Akteur in den Verhandlungen über die atomare Abrüstung in Nordkorea. China sei bereit, eine «positive und konstruktive Rolle» bei der Denuklearisierung der Halbinsel zu spielen, sagte Xi weiter.

Die Verhandlungen über die Denuklearisierung Nordkoreas waren zuletzt ins Stocken geraten. Nach Angaben von US-Präsident Trump beraten Pyongyang und Washington nach dem historischen Gipfel im vergangenen Juni in Singapur derzeit über ein zweites Treffen. Zuletzt hatte Kim in seiner Neujahrsansprache mit einer Kursänderung gedroht, sollten die USA die Strafmassnahmen gegen sein Land aufrecht halten. (chk/sda)

Erstellt: 10.01.2019, 01:48 Uhr

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