Trump rührt in Texas Werbetrommel für seine Mauer

Garniert mit Waffen, Drogen und Geld: Der US-Präsident versucht seiner Forderung nach Milliardensummen für den Mauerbau Nachdruck zu verleihen.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Bei einem Besuch einer Grenzschutzstation in McAllen bekräftigte Trump, dass die USA eine Barriere bräuchten, um Menschenschmuggler aufzuhalten. Die Politik der Demokraten bedrohe Familien. Trump beklagte erneut eine «enorme Flut von illegaler Einwanderung, Drogenhandel, Menschenhandel», die durch die Grenzmauer gestoppt werden könne.

Auf einem Tisch vor dem Präsidenten hatten die Sicherheitskräfte Drogen, Waffen sowie eine Plastiktüte mit Geld aufgestellt, um zu illustrieren, was an der Grenze beschlagnahmt wird.

Weil Trump auf die Gelder für die Mauer beharrt, stehen in den USA seit fast drei Wochen Teile der Regierung still. Da nicht rechtzeitig ein Budgetgesetz beschlossen wurde, gilt seit dem 22. Dezember eine Haushaltssperre für mehrere Ministerien. Sollte sich der Zustand bis über Freitag hinaus hinziehen, wäre es der längste Shutdown in der Geschichte der USA.

Trump hat damit gedroht, einen «Nationalen Notstand» auszurufen, sollten die Demokraten nicht in die Finanzierung einer Mauer an der Grenze zu Mexiko einwilligen. Der Schritt gäbe ihm weitreichende Befugnisse und er könnte versuchen, die Mauer ohne Zustimmung durch den Kongress bauen zu lassen. (nag/sda)

Erstellt: 10.01.2019, 22:03 Uhr

Artikel zum Thema

Trump will «fast sicher den Notstand erklären»

Analyse Für den US-Präsidenten wäre die Ausrufung des Notstands ein halbwegs eleganter Ausweg aus der Krise. Eine Mauer zu Mexiko wird es trotzdem nicht geben. Mehr...

Trumps Geldsegen für Davos – trotz WEF-Absage

232'000 Franken für ein 3-Stern-Hotel in Klosters, 228'000 für einen Konferenzraum in Davos – die WEF-Buchungen der US-Regierung gehen längst in die Millionen. Mehr...

«Entschuldigung»: Trump sagt Teilnahme am WEF ab

Video Der US-Präsident hat mitgeteilt, dass er die «sehr wichtige Reise» nach Davos definitiv nicht antreten werde. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare