Saudiarabien lässt US-Soldaten ins Land

Washington und Riad wollen mit der Stationierung von US-Soldaten in Saudiarabien die «Stabilität in der Region» verstärken.

Nach 16 Jahren sollen sie nach Saudiarabien zurückkehren: US-Soldaten. (Archivbild)

Nach 16 Jahren sollen sie nach Saudiarabien zurückkehren: US-Soldaten. (Archivbild) Bild: Russ Bryant/Keystone

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Nach den jüngsten Spannungen in der Golfregion hat Saudiarabien die Stationierung von US-Soldaten in dem Königreich angekündigt. König Salman habe einem solchen Schritt zugestimmt.

Dies sagte ein Vertreter des saudiarabischen Verteidigungsministeriums am Freitag der staatlichen Nachrichtenagentur SPA. Washington und Riad seien darum bemüht, ihre Zusammenarbeit «zur Verteidigung der Sicherheit und der Stabilität in der Region zu verstärken».

US-Truppen verliessen Saudiarabien 2003

Zuvor hatten US-Medien bereits darüber berichtet, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump die Entsendung von bis zu 500 Soldaten nach Saudiarabien plane. Der Schritt diene als zusätzliche Abschreckungsmassname und dazu, die Streitkräfte und Interessen der USA in der Region vor Bedrohungen zu schützen, teilte das US-Zentralkommando Centcom zudem am Freitagabend mit.

Zuletzt waren US-Truppen in Saudiarabien im Jahr 2003 stationiert gewesen. Die US-Soldaten waren 1991 im Zuge des Golfkriegs dorthin verlegt worden. Von einem Luftstützpunkt südlich von Riad flog die US-Luftwaffe damals Angriffe auf den Irak. Zeitweise waren 200 US-Militärflugzeuge dort stationiert.

Mehrere Zwischenfälle

Die Spannungen in der Golfregion hatten sich zuletzt massiv verschärft. In der Strasse von Hormus ereigneten sich mehrere Zwischenfälle, am Freitag setzten die iranischen Revolutionsgarden dort zwei britische Tanker fest. Die USA hatten am Donnerstag erklärt, das Kriegsschiff USS Boxer habe in der Meerenge eine iranische Drohne zerstört.

Ende Juni hatte der Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne durch die Revolutionsgarden über der Strasse von Hormus fast zu einer militärischen Konfrontation geführt. Unter Verweis auf eine «Bedrohung» durch den Iran hatten die USA bereits in den vergangenen Monaten ihre Militärpräsenz in der Golfregion verstärkt. (chk/sda)

Erstellt: 20.07.2019, 05:28 Uhr

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