Raketenanlage offenbar schon wieder funktionsfähig

Nordkorea hat nach US-Angaben die Abschussrampe Sohae wiederaufgebaut. Donald Trump reagiert zurückhaltend.

Aktuelles Satellitenbild der Raketenanlage Sohae. (7. März 2019) Bild: Distribution Airbus DS/Reuters

Aktuelles Satellitenbild der Raketenanlage Sohae. (7. März 2019) Bild: Distribution Airbus DS/Reuters

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Gut eine Woche nach dem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und US-Präsident Donald Trump ist eine nordkoreanische Anlage für Langstreckenraketen offenbar wieder voll einsatzfähig.

Der Wiederaufbau der Abschussrampe auf der Anlage Sohae im Norden des Landes sei rasant fortgeschritten, teilte die renommierte US-Website 38 North am Donnerstag mit. Angesichts der Bauaktivitäten an der Abschussrampe sowie «an anderen Stellen der Anlage scheint Sohae zum normalen Betriebszustand zurückgekehrt zu sein».

US-Präsident Trump reagierte zurückhaltend: «Wir werden sehen», sagte er und fügte hinzu: «Wir geben Ihnen in etwa einem Jahr Bescheid.» am Mittwoch hatte sich Trump noch «sehr, sehr enttäuscht» über einen möglichen Wiederaufbau der Raketenanlage geäussert.

Washington weiterhin offen für Verhandlungen

Das in Washington ansässige Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) hatte bereits am Mittwoch berichtet, dass auf Satellitenfotos neue Aktivitäten in der Raketenanlage Sohae zu sehen seien. Laut 38 North begannen diese bereits vor dem vergangene Woche abgebrochenen Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim in Hanoi.

Von der Anlage in Sohae waren 2012 und 2016 Trägerraketen mit Satelliten gestartet. International wurden die Starts als verschleierte Tests ballistischer Raketen gewertet und scharf verurteilt. Auf dem Gelände befinden sich eine Testanlage für Raketenantriebe und eine Abschussrampe.

Der Sprecher des US-Aussenministeriums, Robert Palladino, wollte sich am Donnerstag nicht dazu äussern, ob Washington seit dem Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim mit Pyongyang über die Raketenanlage gesprochen habe. Er bekräftigte die Bereitschaft der US-Regierung zu weiteren Gesprächen. Washington sei weiterhin offen für «konstruktive Verhandlungen mit Nordkorea». (oli/sda)

Erstellt: 07.03.2019, 23:02 Uhr

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