Noch ein Republikaner tritt gegen Trump an

«Trump lügt jedes Mal, wenn er den Mund aufmacht», sagt Joe Walsh und fordert bei den parteiinternen Vorwahlen den US-Präsidenten heraus.

Weiterer Konkurrent für Donald Trump: Joe Walsh, der für Illinois im Kongress sass. Video: Joe Walsh via AFP

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Donald Trump hat im parteiinternen Rennen der Republikaner um die US-Präsidentschaftskandidatur einen weiteren Konkurrenten bekommen. Der konservative Radio-Moderator und frühere Kongressabgeordnete Joe Walsh kündigte am Sonntag an, er wolle Trump bei den parteiinternen Vorwahlen herausfordern.

Walsh sagte dem US-Fernsehsender ABC mit Blick auf Trump: «Ich trete an, weil er der Sache nicht gewachsen ist. Jemand muss etwas tun. Und es muss eine Alternative geben.» Walsh griff seinen Parteikollegen Trump scharf an. «Er lügt jedes Mal, wenn er den Mund aufmacht», sagte er. «Das Land hat genug von den Wutanfällen dieses Typen. Er ist ein Kind.»

Keine nennenswerten Chancen

Trump will bei der Präsidentschaftswahl 2020 für eine zweite Amtszeit antreten. Bei den Republikanern gibt es bislang nur einen Gegenkandidaten: den früheren Gouverneur des US-Bundesstaates Massachusetts, Bill Weld. Ihm werden aber keine nennenswerten Chancen eingeräumt. Das gleiche dürfte für Walsh gelten.

Walsh gehörte zur populistischen Tea-Party-Bewegung und war 2011 für die Republikaner ins Repräsentantenhaus eingezogen. Er vertrat dort den US-Bundesstaat Illinois, verpasste bei der nächsten Wahl jedoch den Wiedereinzug in die Kammer. Walsh ist wegen früherer Äusserungen umstritten. Ihm wurde bei diversen politischen Attacken, etwa gegen den früheren US-Präsidenten Barack Obama, unter anderem Rassismus vorgeworfen.

«Trump als Präsident ungeeignet»

Walsh sagte, er habe «hässliche Dinge» über Obama gesagt, die er heute bereue. Er selbst habe mit der Bewegung damals dazu beigetragen, dass es Trump als Präsidenten überhaupt gebe. «Und ich fühle mich dafür verantwortlich.»

Walsh sagte, jeder in der Republikanischen Partei sei der Meinung, dass Trump als Präsident ungeeignet sei. Sie hielten aber alle still, weil sie extreme Angst hätten. Auch für ihn sei die Verkündung der Präsidentschaftsbewerbung nicht leicht. Er rechne fest mit Attacken von Trump und dessen Umfeld, wolle sich dem aber stellen. (chk/sda)

Erstellt: 26.08.2019, 03:35 Uhr

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