Hillary Clinton: «Ich werde nicht still sein»

Vor zehn Monaten musste sie sich gegen Donald Trump geschlagen geben. Jetzt meldet sich Hillary Clinton mit einem Buch zurück und macht ihrem Ärger Luft.

Comeback: In den USA stieg Hillary Clintons Buch auf Rang eins der Amazon-Bestsellerliste ein.

Comeback: In den USA stieg Hillary Clintons Buch auf Rang eins der Amazon-Bestsellerliste ein. Bild: Keystone

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Hillary Clinton macht ihrem Ärger über den verlorenen Wahlkampf in einem Buch Luft. Ihr Werk «What Happened» (deutsch: «Was geschehen ist») ist am Dienstag auf Englisch erschienen. In den USA stieg das Buch auf Rang eins der Amazon-Bestsellerliste.

«Ich denke, das Land ist in Gefahr, und ich versuche, Alarm zu schlagen, so dass mehr Menschen zumindest Notiz nehmen», sagte Clinton im US-Rundfunk NPR über ihre Motivation, das Buch zu schreiben. Zu Präsident Donald Trump sagte sie: «Ich denke, er versteht nicht einmal ansatzweise die strategische Gesamtlage in der Welt und was wir tun müssen, um uns vorzubereiten – deshalb werde ich nicht still sein.»

Die Schuld für ihre Niederlage sieht Clinton nicht nur bei sich selbst. Sie «schultert die Vorwürfe früh und oft in ihrem Buch», schrieb die Zeitung «Chicago Tribune». Zugleich machte sie aber auch Frauenfeindlichkeit und aus ihrer Sicht unbegründete Vorwürfe in der E-Mail-Affäre für die Niederlage verantwortlich.

«Schwarzhumorige Beschreibung»

Das Buch sei eine «aufrichtige und schwarzhumorige» Beschreibung ihres Gemütszustands direkt nach der Niederlage gegen Donald Trump, schrieb die «New York Times». Clinton bewege sich «zwischen Bereuen und gerechtem Ärger, manchmal in einem Absatz», vermerkte die «Washington Post».

Clinton schreibt auch über ihren parteiinternen Rivalen Bernie Sanders. An ihm habe sie verrückt gemacht, dass er es stets geschafft habe, ihre Vorschläge mit etwas Grösserem und weniger Greifbarem zu übertreffen, heisst es der «New York Times» zufolge.

Den Schlussteil ihres Buches widmet Clinton Russland, das aus ihrer Sicht das Ergebnis der Wahl beeinflusst hat. «Jetzt, da die Russen uns infiziert und gesehen haben, wie schwach unsere Verteidigung ist, werden sie das ausnutzen», zitierte sie die «Chicago Tribune». «Ihr ultimatives Ziel ist, die westliche Demokratie zu unterwandern, vielleicht sogar zu zerstören.» (kfi/sda)

Erstellt: 12.09.2017, 14:02 Uhr

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