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Auffahrunfälle enden oft tragisch

Ein Auffahrunfall auf der Autobahn A3 forderte drei Todesopfer. Das ist kein Einzelfall. Ein Experte sagt, wie man sicher unterwegs ist.

Schwerer Unfall vor dem Nordportal des Bözbergtunnels forderte drei Tote. (Video: Tamedia/BRK News)

Der Fahrer eines Porsche fuhr am Mittwoch mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf der A3 beim Bözbergtunnel auf einen Renault auf. Dieser wurde unter einen Sattelschlepper gedrückt und völlig zerstört. Die drei erwachsenen Insassen des Renault verstarben, der Unfallverursacher blieb unverletzt.

Solche Unfälle sind keine Seltenheit, wie die Unfallstatistik des Bundes zeigt. 2018 kam es auf Schweizer Autobahnen zu 58 Auffahrunfällen mit Schwerverletzten. Mehr als jeder dritte Unfall auf der Autobahn mit Schwerverletzten war demnach auf diese Ursache zurückzuführen. Zwischen 2014 und 2018 kam es zu 15 Auffahrunfällen auf Autobahnen, die sogar Todesopfer zur Folge hatten.

«Lassen Sie sich nicht ablenken»

Weitere vier Unfälle mit Todesopfern auf Autobahnen waren in dieser Zeitperiode auf Überholmanöver oder Fahrstreifenwechsel zurückzuführen. In 80 Fällen forderten solche Unfälle Schwerverletzte. Zwei Unfälle mit Todesopfern und elf Unfälle mit Schwerverletzten waren direkt auf die Signalisation auf Autobahnen zurückzuführen.

Insgesamt verloren letztes Jahr 233 Menschen bei Unfällen im Strassenverkehr ihr Leben. Im Vergleich dazu seien heftige Unfälle an Baustellen wie am Mittwoch eher selten, sagt Mike Egle von Roadcross, der Stiftung für Verkehrssicherheit, zu «20 Minuten». «Das ist ein sehr tragischer Unfall.» Trotzdem: Hindernisse seien potenziell immer gefährlich. «Darum ist es so wichtig, dass Autofahrer stets konzentriert sind und sich durch nichts ablenken lassen – gerade auch auf der Autobahn.»

Autofahren wurde sicherer

Die Geschwindigkeit dort sei höher, sodass man sich Baustellen mit hohem Tempo nähere. Die frühzeitige Signalisation sei dementsprechend entscheidend. «Wichtig ist aber auch das Verhalten der Autofahrer», so Egle. Vor Baustellen müsse das Tempo gedrosselt werden und es sei wichtig, den Sicherheitsabstand einzuhalten.

«Spurwechsel und Überholmanöver sollten möglichst unterlassen werden», so Egle. «Ist die Fahrspur verengt, sollte versetzt gefahren werden – also nie zwei Fahrzeuge direkt nebeneinander auf gleicher Höhe.»

Der Strassenverkehr in der Schweiz wurde in den letzten 20 Jahren immer sicherer. Zwischen 1998 und 2018 wurde eine Reduktion der Todesopfer um mehr als die Hälfte auf 233 Personen pro Jahr verzeichnet. Seit 2016 ist diese Zahl allerdings wieder leicht angestiegen. Damals wurde ein historischer Tiefstwert erreicht.

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