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Männerteam des TTC WädenswilAuf einer Abkürzung zum Klassenerhalt

Die Tischtennis-Meisterschaft soll in der NLB schon nach der Vorrunde enden. Die Männer aus Wädenswil würden mit einem Vorteil aus der Corona-Pause starten.

Verkürzte Saison oder sogar Abbruch: Lukas Ott wird auch in dieser Spielzeit weniger NLB-Partien für Wädenswil bestreiten als eigentlich vorgesehen.
Verkürzte Saison oder sogar Abbruch: Lukas Ott wird auch in dieser Spielzeit weniger NLB-Partien für Wädenswil bestreiten als eigentlich vorgesehen.
Foto: Stefan Kleiser

Die Meisterschaft im Tischtennis ist wegen der Corona-Pandemie unterbrochen. Nun haben die Verantwortlichen ihren Plan vorgelegt, wie die Saison fortgesetzt wird, falls es die Situation erlaubt. Die Idee: In der NLB und in der NLC sollen nur noch die verbleibenden Partien der Vorrunde ausgetragen werden. Die Rückrunde wird gestrichen, Auf- und Absteiger aufgrund der Ergebnisse der ersten Hälfte der Spielzeit bestimmt. Das hat der Nationalliga-Vorstand beschlossen.

Begegnungen sollen jedoch erst wieder stattfinden nach einer dreiwöchigen Trainingsphase. Denn derzeit ist in den meisten Clubs kein Training möglich, die Hallen sind nach 19 Uhr geschlossen. Nicht so in Wädenswil. «Ich darf mit den Jungs trainieren, auch nach 19 Uhr», erklärt Gary Seitz, der Trainer des Nationalliga-B-Teams. Denn für Mitglieder des Nationalkaders bleiben die Übungseinheiten erlaubt. Lukas Ott, Numa Ulrich und Manrico Riesco gehören alle einem Kader von Swiss Table Tennis an.

Es fehlt der Vergleich

«Wir sind also im Vorteil, da wir voll durchtrainieren», blickt Gary Seitz optimistisch auf die letzten fünf Partien. Derzeit liegen die Linksufrigen auf Rang fünf, der Vorsprung auf die drei Abstiegsplätze beträgt zwei Punkte. Andererseits erwartete der Coach in der Rückrunde bessere Ergebnisse – weil seine jungen Athleten, alle im Juniorenalter, noch nicht ihren Leistungszenit erreicht haben und rasch Fortschritte erzielen.

Er habe das Training in den vergangenen Wochen umgestellt und mehr an den Grundlagen arbeiten lassen, berichtet Gary Seitz. «Das mache ich sonst während der Saison nicht», erklärt der Trainer. «Ich sehe im Training auch da und dort Verbesserungen. Aber ich sehe keine Matches.» Und ob seine Spieler das neu Erlernte dort schon umsetzen könnten. Er wisse auch nicht, was die Matchpause mit seinen Spielern gemacht habe. «Normalerweise spielen sie viele Wettkämpfe.»

«Andere Teams haben mehr Routine und sind es gewohnt, wenig zu trainieren», analysiert der Trainer. Um die fehlende Matchpraxis zu eliminieren, will Seitz ein Freundschaftsspiel gegen Ligakonkurrent Rapperswil-Jona organisieren. «Sie dürfen ja derzeit auch nichts machen.» Knifflig wird der Neustart für die jungen Spieler auch mental. Die verbleibenden Partien gegen Young Stars und Neuhausen 2 erhalten viel mehr Gewicht: Es sind fast Abstiegsspiele.

Doppelrunde bei Frauen

Mit einem anderen Vorschlag sieht sich Sonja Wicki, die Trainer der Wädenswiler Damen, konfrontiert. Die Teams der höchsten Ligen der Männer und Frauen sollen nämlich wie geplant eine Doppelrunde bestreiten. «Ich freue mich für die jungen Spielerinnen, dass man das machen will», sagt Wicki. Die Matchpause hätten ihre Spielerinnen unterschiedlich aufgenommen. «Ein paar fanden es angenehm, sich auf das Training zu fokussieren, die anderen haben gelitten.»

Die Wädenswilerinnen kämen bei Wiederaufnahme der Meisterschaft noch zu acht Einsätzen – statt vier wie sonst im Februar und März. «Die Frische im Kopf ist aber vorhanden. Und der Turnierkalender ist so frei wie schon lange nicht mehr.» Allerdings dürfen einige der Wädenswilerinnen derzeit nicht üben. Svenja Holzinger und Romana Förstel sind nicht Kaderspielerinnen. Dagegen besetzt Cristina Tugui neu Profistatus und hat das Training wieder aufgenommen. Die Nummer eins wäre also startklar, ginge es wieder los.