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Baustart für Stäfner SchwinghalleAuf dem Frohberg fahren in Kürze die Bagger auf

Bereits am 15. Juni beginnen die Bauarbeiten: Die Sportanlage Frohberg in Stäfa wird um einen Neubau mit Garderoben und Schwinghalle erweitert.

Das neue Gebäude (rechts) soll direkt neben dem bestehenden Garderobengebäue gebaut werden.
Das neue Gebäude (rechts) soll direkt neben dem bestehenden Garderobengebäue gebaut werden.
Visualisierung: PD

Bereits am Montag, 15. Juni, starten in Stäfa auf dem Frohberg die Bauarbeiten für die Schwinghalle. Diese soll dem Schwingklub Zürichsee rechtes Ufer als neue Trainingsstätte dienen. Nördlich vom Clubhaus des FC Stäfa, dort, wo sich aktuell der Kiesparkplatz befindet, soll das schlichte zweistöckige Gebäude mit Pultdach zu stehen kommen. Mit einem Zwischenbau wird es mit dem Clubhaus verbunden. Zufall ist dies nicht, sollen doch auch die Stäfner Kicker vom Bau profitieren: Im Untergeschoss werden neue Garderoben insbesondere für die Damen gebaut.

Neben den Garderoben sollen sanitäre Anlagen, ein Archiv sowie ein Technikraum dieses Geschoss, das vor allem vom FC genutzt würde, vervollständigen. Die Mitglieder des Schwingklubs wiederum können ihrem Sport im Erdgeschoss auf einer Schwingfläche von gut 100 Quadratmetern nachgehen. Hier sind Damen- und Herrengarderoben mit Duschen sowie WC-Anlagen und ein Foyer vorgesehen.

Fertig bis zum März

Eigentlich hätten die Bauarbeiten bereits im März beginnen sollen. Was steckt hinter der Verzögerung, lag es etwa an der Corona-Krise? Philipp Thiedau, Projektleiter Hochbau, verneint. Auch Rekurse seien keine gegen das Bauvorhaben eingegangen. «Wir haben in der Projektierung verschiedene Varianten geprüft», erklärt er den Zeitbedarf. So sei etwa die Option eines Regenwasserbeckens für die Platzbewässerung geprüft worden. Dies sei aber wieder verworfen worden, weil die Regenwassermenge dafür zu gering sei.

So sieht es heute aus auf dem Frohberg: Das neue Gebäude soll auf dem freien Feld rechts entstehen.
So sieht es heute aus auf dem Frohberg: Das neue Gebäude soll auf dem freien Feld rechts entstehen.
Archivfoto: Sabine Rock

Trotz dieser leichten Verzögerung ist die Gemeinde zuversichtlich, dass der Neubau rechtzeitig zum Beginn der Fussball-Rückrunde und vor allem pünktlich zum Zürcher Kantonalschwingfest 2021 fertig sein wird. Am 9. Mai werden die Bösen auf dem Frohberg ihre Kräfte im Sägemehl messen. Der Projektleiter geht davon aus, dass die neue Schwinghalle bis Ende März 2021 fertiggestellt sein wird.

Es geht los mit dem Aushub

Begonnen wird am 15. Juni mit den Aushubarbeiten, die bis vor den Sommerferien abgeschlossen sein sollen. Anschliessend wird der Rohbau erstellt. «Der Schwingklub übernimmt die Zimmermannsarbeiten», erläutert Thiedau. Im Herbst 2020 soll dann die Aufrichte erfolgen, sodass das Gebäude über den Winter innen ausgebaut werden kann. Im Frühjahr wird dann in einem letzten Schritt die Umgebung bearbeitet.

Bereits durchgeführt wurden die Bohrungen der Erdwärmesonden für die künftige Heizung. «Damit haben wir Ende Mai mit der Baufreigabe begonnen», erklärt Thiedau. Es sei bis zu einer Tiefe von 300 Metern gebohrt worden. Dies ist nicht der einzige nachhaltige Aspekt des Gebäudes. Auf dem Dach sollen etwa Fotovoltaikpanels zur Stromgewinnung angebracht werden.

Gespräche mit Hombrechtikon

Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf insgesamt 2,2 Millionen Franken, wobei die Gemeinde eine Summe von 1,8 Millionen Franken trägt. Fast 300’000 übernimmt der Schwingklub, während sich der FC mit 100’000 Franken am Bau beteiligt. Ursprünglich hätte zudem Hombrechtikon, dessen Sportler ebenfalls auf dem Frohberg trainieren, ein Drittel der Kosten tragen sollen. Dies hängt auch mit einem Vertrag aus dem Jahr 1981 zusammen, der die Nachbargemeinde verpflichtet, ein Drittel der Betriebs- und Investitionskosten für die Sportanlage zu zahlen. Doch Hombrechtikon zog sich aus finanziellen Gründen kurz vor der entscheidenden Gemeindeversammlung aus dem Projekt zurück. Dennoch stimmte die Stäfner Gemeindeversammlung dem Kredit im Juni 2019 mit einer deutlichen Mehrheit zu.

Abgeschlossen ist das Kapitel der finanziellen Beteiligung Hombrechtikons aber noch nicht. «Wir betrachten das als einen Vorschuss für den Hombrechtiker Anteil», sagt der Stäfner Gemeindeschreiber Daniel Scheidegger zur Übernahme der gesamten 1,8 Millionen Franken. «Wir werden uns mit Hombrechtikon an einen Tisch setzen und einen gemeinsamen Weg finden», betont der Gemeindeschreiber. Dabei soll es dann nicht nur um die Schwinghalle, sondern um die gesamte Sportanlage Frohberg gehen. Vor 2021 werden diese Gespräche aber wohl nicht mehr geführt, wie von Scheidegger zu erfahren ist.

Vorerst können die Stäfner aber der neuen Halle beim Wachsen zusehen und sich dabei schon einmal auf spannende Zweikämpfe freuen – sei es im Fussball oder beim Schwingen.