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Kolumne von Markus SommAmi, go home!

Dass das Schweizer Stimmvolk die neuen Kampfjets fast zum Absturz brachte, ist ein Zeichen von Dekadenz. Es lässt sich gut und gern vom Frieden schwadronieren, wenn andere ihn für uns schützen.

Es hat etwas Infantiles: Kampfjet-Gegner verteilen vor einer Podiumsdiskusion über die Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen in Emmenbrücke Flyer (22. August 2020).
Es hat etwas Infantiles: Kampfjet-Gegner verteilen vor einer Podiumsdiskusion über die Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen in Emmenbrücke Flyer (22. August 2020).
Foto: Urs Flüeler (Keystone)

Eine knappe Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer hat am vergangenen Wochenende dem Kauf neuer Kampfflugzeuge zugestimmt; in den Medien wurde über die Auszählung berichtet, als handelte es sich um ein Fussballspiel, das jederzeit kippen könnte. Ein Goal hier, ein Foul da, und alles hätte anders ausgesehen. Es war deprimierend. Nie hätte ich erwartet, dass selbst die Schweizer so unrealistisch, so utopistisch geworden sind, dass sie faktisch ihre Armee abschaffen wollten. Gewiss, das habe ich einmal selber angestrebt, als ich bei der GSoA mitmachte, aber damals war ich dreissig Jahre jünger – und vielleicht auch dümmer, sicher unerfahrener, weltfremder.

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