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Leises Ende einer MigrantenkulturAm See rollen nur noch in Richterswil die Bocciakugeln

In Erlenbach und Männedorf verschwinden die Boccia-Anlagen. Einzig der Bocciaclub in Richterswil hält am Zürichsee seine Fahnen hoch.

Die Fremdarbeiter aus Italien brachten vor über 50 Jahren auch  Boccia in die Region Zürichsee. Heute verliert diese Spielkultur zusehends an Bedeutung.
Die Fremdarbeiter aus Italien brachten vor über 50 Jahren auch Boccia in die Region Zürichsee. Heute verliert diese Spielkultur zusehends an Bedeutung.
Foto: Moritz Hager

Es ist das schleichende Ende einer Kultur, die Migranten aus Italien in den Sechzigerjahren in die Schweiz und in die Region Zürichsee brachten: Boccia, das Spiel mit den grapefruitgrossen Kugeln, die auf einer flachen Bahn möglichst nahe ans Ziel gerollt werden sollen. In Erlenbach muss der Boccia-Club einer Wohnüberbauung weichen. Auch der Boccia-Club Männedorf verschwindet. Wegen des Ende November bewilligten 18-Millionen-Franken-Umbaus der Sportanlage Widenbad muss dort die Spielhalle abgerissen werden. Das bestätigt Präsident Werner Friedli. Damit geht hier eine Spiel- und Freizeitkultur zu Ende, die 1967 mit der Vereinsgründung und später mit dem Bau der Bocciahalle ihren Anfang nahm.

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