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MS Stäfa – ein Schiff für PendlerAm letzten Tag dachten alle an einen Scherz

Von 1937 bis 1976 stand das Motorschiff Stäfa auf dem Zürichsee im Einsatz. Vor allem diente es den Pendlern als Verbindung zwischen den oberen Seegemeinden.

Das Wappen stimmt noch nicht: Rohbau des Motorschiffs Stäfa 1936 in der Werft von Escher Wyss in Zürich.
Das Wappen stimmt noch nicht: Rohbau des Motorschiffs Stäfa 1936 in der Werft von Escher Wyss in Zürich.
Foto: Grafische Sammlung Schweizerische Nationalbibliothek

Was heute in Wollishofen als Festbude und Kursort dient, hat eine lange nautische Vergangenheit. Die MS Stäfa hat ein typisches Schiffsschicksal auf dem Zürichsee erlebt: Begehrt, bestaunt, geliebt, abgenutzt, ausgemustert. Die Geschichte der MS Stäfa ist gut dokumentiert. Sowohl das 1986 vom Verlag Th. Gut (Stäfa) herausgegebene Buch «Zürichsee-Schifffahrt: Geschichte, Technik, Kultur» als auch «Die Zürichsee-Schifffahrt» vom NZZ Libro-Verlag (2014) beschreiben dessen Entstehung, den Werdegang und Abschied aus dem Kursverkehr.

Die damalige Zürcher Dampfboot-Aktien-Gesellschaft (ZDG) beauftragte 1936 die Escher Wyss & Cie. in Zürich mit dem Bau des kleinen Dieselmotorschiffs. Mit diesem sollte der steigende Bedarf im Querverkehr zwischen Stäfa und Wädenswil gedeckt werden. Die Kosten betrugen 130’000 Franken. Im August desselben Jahres erfolgte der Stapellauf im Hafen Enge. Das auf den Namen Stäfa getaufte 24 Meter lange und 5,1 Meter breite Schiff nahm im Januar 1937 seinen Dienst auf, wobei es im Volksmund nur «Stäfeli» genannt wurde.

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