Flughafen

Am Flughafen spukt der Geist der Air Berlin

Seit Wochen stehen am Flughafen Zürich drei Maschinen der Air Berlin herum – obwohl die Airline seit Ende Oktober Geschichte ist. Niemand weiss, wem die leeren Flugzeuge gehören.

Wem die Flugzeuge mit Air Berlin-Lackierungen am Flughafen Zürich gehören, weiss niemand.

Wem die Flugzeuge mit Air Berlin-Lackierungen am Flughafen Zürich gehören, weiss niemand. Bild: Sibylle Meier

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Irgendwie ist der Anblick fast schon sinnbildlich: Leer und verlassen stehen drei Flugzeuge des Typs Airbus A330-200 auf dem Werftareal hinter dem GateGourmet-Gebäude am Flughafen Zürich. Noch immer sind die drei Maschinen in den Farben von Air Berlin lackiert. Die Fluggesellschaft musste diesen Sommer nach jahrelangem Siechtum endgültig Konkurs anmelden, seit Ende Oktober gehört die Airline der Vergangenheit an.

Flugzeuge besitzen irische Registration

Eigentlich müssten damit auch die drei Flugzeuge in Zürich inzwischen einen neuen Verwendungszweck gefunden haben. Doch wie ein Leser den «Blick» informierte, sind die Flugzeuge seit Wochen auf dem Werftareal parkiert. Und niemand scheint zu wissen, wer nun ihr aktueller Besitzer ist.

Flug AB6210 Air Berlin – die letzte Landung (Quelle: Youtube)

Die Flughafen Zürich weiss nicht, wer für die Maschinen zuständig ist und wie lange sie noch vor Ort bleiben werden. «Die drei Maschinen gehören offenbar Leasingfirmen, von denen Air Berlin sie geleast hatte», informiert die Medienstelle. Dazu passt, dass zumindest auf einer der drei Maschinen inzwischen die Registration «EI-GFF» prangt. «EI» steht dabei für Flugzeuge, die in Irland gemeldet sind. In Irland beheimatet sind die zwei grössten Flugzeugleasingkonzerne der Welt.

Das würde erklären, wieso zumindest in der Schweiz anscheinend niemand weiss, wem genau die Flieger gehören. Der Flughafen Zürich, das Bundesamt für Zivilluftfahrt, die SR Technics und die Lufthansa, welche ein Teil des Air Berlin-Geschäfts übernommen hat, konnten dazu gestern keine Auskunft geben. Und die Air Berlin-Pressestelle scheint – anders als die Flugzeuge – definitiv ein Relikt der Vergangenheit zu sein.

Erstellt: 22.12.2017, 16:34 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Kommentare