Zum Hauptinhalt springen

Interview mit Lena Georgescu«Als Frau im Schachsport brauche ich manchmal ein dickes Fell»

Seit der Netflix-Serie «Damengambit» stehen Schach und damit auch Lena Georgescu im Rampenlicht. Ein Gespräch mit der besten Spielerin der Schweiz über Sport, Stärken und Sexismus.

Die 21-jährige Bernerin Lena Georgescu ist im Schachsport stets eine von ganz wenigen Frauen.
Die 21-jährige Bernerin Lena Georgescu ist im Schachsport stets eine von ganz wenigen Frauen.
Foto: Severin Bigler

Jung, weiblich und erfolgreich im Schach: Sind Sie die Schweizer Antwort auf den Netflix-Hit «Das Damengambit»?

Das würde ich so nicht sagen. Ich bin nur in der Schweiz erfolgreich, die Hauptfigur Beth Harmon in der Serie spielt auf ganz anderem Niveau. Sie ist auch viel schachangefressener als ich, ich bin vielseitig interessiert. Und ich habe keine Vergangenheit mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Ich kann den Vergleich zwar nachvollziehen. Doch uns unterscheidet mehr als uns verbindet.

Die Serie ist ein riesiger Erfolg. Hat sie auch einen Schach-Hype ausgelöst?

Es ist toll: Durch «Das Damengambit» erhält Schach eine grosse Aufmerksamkeit. Als Sportlerin hingegen nehme ich kaum einen Hype wahr, weil wegen Corona keine Schachturniere stattfinden. Dafür wurde ich mit Interviewanfragen geradezu überhäuft.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.