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Wie frei ist die Wissenschaft? «Der Mainstream hat sich verrannt»

ETH-Philosoph Lutz Wingert ist Teil des neuen Netzwerks Wissenschaftsfreiheit. Er kritisiert den ideologischen Druck auf Forschung und die «Cancel-Culture».

Studierende protestieren 2019 vor der Frankfurter Universität gegen eine Konferenz, die das Kopftuch als «Symbol der Würde oder der Unterdrückung» untersucht.
Studierende protestieren 2019 vor der Frankfurter Universität gegen eine Konferenz, die das Kopftuch als «Symbol der Würde oder der Unterdrückung» untersucht.
Foto: Picture Alliance, DPA

Einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehen die Freiheit von Forschung und Lehre in Gefahr und haben das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit gegründet. Sie schlossen sich an. Wieso?

Es gibt einen Trend an den Universitäten in westlichen, demokratischen Rechtsstaaten, das Spektrum an diskussionswürdigen Thesen und Themen autoritär einzuengen. Statt die Argumente für und gegen eine Theorie, Fragestellung, Vorgehensweise zu prüfen, wird die Person, die sie vertritt, angegangen. Manchmal beobachten wir eine regelrechte Anschwärzungsrhetorik.

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