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Offenbar wegen CoronaAlex Wilsons Trainer ist tot

Schlimme Nachricht für den Schweizer Sprinter: Sein Trainer Lloyd Cowan stirbt im Alter von nur 58 Jahren.

Lloyd Cowan ist gestorben: Alex Wilson trauert um seinen Trainer.
Lloyd Cowan ist gestorben: Alex Wilson trauert um seinen Trainer.
Foto: British Athletics

Er war sein Mentor. Immer wieder betonte Alex Wilson in der Vergangenheit, wie wichtig Lloyd Cowan für ihn ist. Nun ist Cowan, der den Schweizer Sprinter seit 2016 gemeinsam mit Clarence Callender coachte, gestorben. Dies teilte der britische Leichtathletikverband am Montag mit. Für Wilson ist es ein Schock: «Ich weiss nicht, wie ich mit diesem Verlust umgehen kann.»

Cowan ist besonders in Grossbritannien eine Trainerlegende, unter anderen coachte er Christine Ohuruogu zur 400-m-Goldmedaille an den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Klar also, dass der Tod des früheren Hürdensprinters für grosse Bestürzung in der Szene sorgt. Dina Asher-Smith, Weltmeisterin über 200 Meter, schrieb auf Twitter: «Du hast das Leben so vieler Menschen verändert und noch mehr Menschen Licht und Lachen gebracht. Wir waren so gesegnet, dich gekannt zu haben und ein Teil deiner Geschichte gewesen zu sein.» Neben ihr drückten zahlreiche weitere Athletinnen und Athleten ihren Schmerz aus.

Schweizer Rekorde – und EM-Bronze

Auch die Zusammenarbeit zwischen Cowan und Wilson ist eine Erfolgsgeschichte. «Er hat mich von der Schweizer in die Weltklasse geführt», sagt der Basler über seinen grossen Förderer. Und über einen Mann, der auf einen fünfstelligen Betrag verzichtete, um Wilson zu coachen. Weil, wie Cowan damals sagte, «ich an ihn glaube». Der mittlerweile 30-jährige Wilson dankte es ihm mit mehreren Schweizer Rekorden, und vor allem mit der Bronzemedaille an den Europameisterschaften 2018 in Berlin.

Was zum Tod des 58-jährigen Cowan geführt hat, ist offiziell nicht bekannt. Britische Medien berichten jedoch von Komplikationen einer Corona-Erkrankung. Wilson sagt: «Viele Leute haben in dieser Corona-Zeit Menschen verloren. Mich hat es nun auch getroffen – und das ist sehr hart.» Er habe seinem Manager mitgeteilt, dass er sicher bis im Sommer keine Interviews mehr geben möchte.