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Affenstarker urbaner Kunstdschungel

Wenn es sie nicht gäbe, müsste man sie erfinden: eine Kunstausstellung mit Eventcharakter, in einer alten Industriehalle. Ab Donnerstag empfängt die Jungkunst ihr Publikum zum ersten Mal in der Halle 53 – wir haben uns nach den Highlights umgesehen.

Maura Wittmers Weltplakatformate (im Vordergrund) inszenieren Fashion Victims – und gehen unter die Haut.
Maura Wittmers Weltplakatformate (im Vordergrund) inszenieren Fashion Victims – und gehen unter die Haut.
Marc Dahinden
Lukas Veraguth spielt mit dem Verhältnis von Licht und Form.
Lukas Veraguth spielt mit dem Verhältnis von Licht und Form.
Marc Dahinden
...und Denis Twerenbold
...und Denis Twerenbold
Marc Dahinden
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Während das Galeriewesen serbelt, blühen Messen und Kunstevents. Martin Landolt und Andreas Schmucki besassen einen guten Riecher, als sie vor elf Jahren ihr zarten Pflänzchen, die Jungkunst, auf dem Sulzer-Areal Stadtmitte setzten. Ihr Plakat mit einer stilisierten Topfpflanze – namens Pablo Picasso – als Signet prangte unübersehbar und provokativ in der Unterführung des Hauptbahnhofs und machte neugierig.Zuerst sechs Jahre im Dachgeschoss der heutigen ZHAW-Bibliothek, dann vier Jahre in der Halle 52 und nun, nach einem Jahr Pause, erstmals in der Halle 53, hat sich die Jungkunst in der elften Ausgabe zum veritablen Kunst- Treibhaus gemausert. Affenstark ist der diesjährige Auftritt, wie auch das aufgefrischte Plakat mit einem Oran-Utan als Blickfang. Manche mögen der abgerissenen Halle 52 nachtrauern, doch ist es dem 21-köpfigen OK gelungen, die verschiedenen Bereiche wie Info-Point, Kunst- und Sonderschau, Kiosk sowie Bar mit Lounge räumlich so zu orchestrieren, dass man sich intuitiv – wie von fremder Hand gelenkt – durch das während der Ausstellung beheizte Ambiente einen Weg bahnt. Die monumentale Halle 53 gibt dem Kunstevent eine neue Dimension.

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