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Regionalsport kompakt Koryphäen treten ab

Sina Frei nimmt am Swiss Epic teil +++ LGKE-Nachwuchs brilliert +++ Sihltaler Männer-Team unverändert +++ FC-Thalwil-Express rollt bereits +++ Mountainbike-EM 2020 im Tessin +++ Ruedi Wild erlebt Spontanstart +++

LIVE TICKER BEENDET

Koryphäen treten ab
Schade. Carla Fröhli vom SC Horgen hört auf.
Schade. Carla Fröhli vom SC Horgen hört auf.
André Springer

Statt der normalen Meisterschaft bestreiten die Horgner Frauen bloss den sogenannten «Summer Cup». Er ist ein Ersatzwettbewerb, da der Ligabetrieb wegen der Ausbreitung von Covid-19 eingestellt wurde. Wenn es im kommenden November wieder losgeht mit der nächsten Saison, dann werden in der Auswahl von Schweizer Vize-Meister Horgen zwei routinierte Wasserballerinnen fehlen: Carla Fröhli (37) und Florence Kern (32) haben gestern Freitag mit dem «Summer Cup»-Spiel gegen Thun ihre letzte Partie bestritten. Die beiden gehörten der Equipe an, die zwischen 2007 und 2011 fünf Mal hintereinander den Meistertitel gewann. Auch beim letzten Playoff-Final-Erfolg 2018 gehörten Carla Fröhli und Florence Kern zum Horgner Team. (skl)

Sina Frei nimmt am Swiss Epic teil
Die Uetikerin Sina Frei (vorne) liebt verwegene Abfahrten.
Die Uetikerin Sina Frei (vorne) liebt verwegene Abfahrten.
PD

Die Uetikerin Sina Frei nimmt vom 18. bis 22. August 2020 erstmals beim Etappenrennen Swiss Epic teil: 350 Kilometer und 12'000 Höhenmeter in fünf Tagen. Auch für die U23-Mountainbike-Weltmeisterin eine spezielle Herausforderung.

In Laax wird gestartet – in Davos befindet sich das Ziel. Die Nachwuchssportlerin des Jahres 2019 freut sich auf die fünftägige Herausforderung: «Da wir diese Saison so wenige Rennen haben, bringt das eine tolle Abwechslung in den Trainingsalltag.» Die U23-Mountainbike-Weltmeisterin stellt sich der Herausforderung zusammen mit Nicole Koller. «So können wir im Team fahren und uns gegenseitig fordern», sagt Frei, die vor wenigen Wochen den Swiss Cup in Leukerbad gewonnen hat.

Die Taktik der beiden Nationalmannschafts-Kolleginnen von Swiss Cycling ist klar: «Nicole kennt die Strecke der ersten Etappen sehr gut, ich bin mit der zweiten Hälfte des Rennens gut vertraut. Schliesslich trainiere ich sehr oft in dieser Gegend.»

Gefordert werden die beiden sicher vom Team Annika Langvad/Haley Batten. Die Dänin Langvad ist mehrfache Weltmeisterin im Cross Country. Frei: «Der Fokus liegt auf unserer Leistung. Aber spannend wird der Vergleich mit den beiden schon. Da wir ja fast Einheimische sind, rechnen wir uns gute Chancen aus.»

LGKE-Nachwuchs brilliert
Mehrkämpferin Livia Fuchs vom LGKE-Nachwuchs (Leichtathletik Gemeinschaft Küsnacht-Erlenbach) gewann an den Schweizer Mehrkampf-Meisterschaften in Langenthal bei den U16-Athletinnen die Goldmedaille.
Mehrkämpferin Livia Fuchs vom LGKE-Nachwuchs (Leichtathletik Gemeinschaft Küsnacht-Erlenbach) gewann an den Schweizer Mehrkampf-Meisterschaften in Langenthal bei den U16-Athletinnen die Goldmedaille.
Michael Trost

Gold für Fuchs, Bronze für Huber: Die zwei jungen Mehrkämpferinnen Livia Fuchs und Anna Huber von der Leichtathletik Gemeinschaft Küsnacht-Erlenbach feierten am Wochenende an den Schweizer Junioren Mehrkampf-Meisterschaften in Langenthal einen Titelgewinn und eine Bronzemedaille.

Gold, der Titel bei den U16-Athletinnen – Livia Fuchs empfand eine riesige Freude. «Ich bin zwar im Februar schon Hallenmeisterin im Kugelstossen geworden, aber ein Mehrkampf-Erfolg im Freien: Das bedeutet mir doch mehr», sagte sie. Und der Erfolg kam für die 15-Jährige überraschend: «Ich startete schlecht in den Wettkampf und haderte mit diesem Beginn.» Das Bedauern konnte sie aber rasch beiseitelegen und sich vorwärts orientieren. Mit Erfolg tat sie dies.

Überraschend kam das Ergebnis auch, weil die Vorbereitung alles andere denn wunschgemäss verlief. Auf dem Papier war sie zwar Favoritin, angerissene Adduktoren zwangen sie aber zu einer Pause von drei Wochen. Erst vor zwei Wochen konnte sie wieder trainieren. Dass sie die Zeitspanne mit dem Zurücksetzen sinnvoll zu nutzen wusste, zeigt das Resultat. «Ich versuchte das Mögliche», sagte Fuchs. Sie widmete sich Muskelgruppen, denen sie sich sonst weniger zuwendet, etwa dem Rumpf.

Anna Hubers Wertung

Als Werferin konnte Anna Huber bei den U16 bereits zwei Meistertitel feiern. Der 3. Platz jetzt, im Siebenkampf im ersten U18-Jahr, freut die Gymnasiastin aus Erlenbach aber noch mehr. «Der Mehrkampf bedeutet mir mehr. Es braucht dazu mehr», sagt sie. Ein Traum habe dieser Erfolg für sie deshalb immer dargestellt. Und im Vergleich zum Fünfkampf bei den U16 hat der Siebenkampf nun noch mehr Ausstrahlung. Verdient hat sich die 16-Jährige den Grosserfolg dank vier persönlichen Bestmarken im Hürdensprint, über 200 m und im Speerwerfen sowie im Hochsprung (egalisiert).

Erstaunlich machen ihre Knieprobleme den Erfolg. Seit einigen Wochen plagen sie diese und schränken sie im Wettkampf wie im Training ein. In Langenthal zeigte sich dies im Kugelstossen krass: Auf 12,39 m stiess sie die 3-kg-Kugel – und verpasste ihren Bestwert um mehr als einen Meter. Und zur 200-m-Bestmarke lässt sich anmerken: Der Start war alles andere als perfekt, schon eher «verschlafen», müsste man gar sagen.

Pech hatten hingegen die Müller-Schwestern Andrea und Marina. Sie konnten ihre schmerzenden Achillessehnen nicht über die beiden Tage ausblenden. Schweren Herzens gaben sie auf – auch im Hinblick auf weitere Optionen, die sich noch bieten in den nächsten Wochen.

Vielversprechend präsentierte sich Junior Lionel Spitz. Nach einem mehr als soliden 100-m-Warm-up (11,09) lief er über seine bevorzugte Distanz in 47,37 Sekunden als Sieger ein. «Ein gutes Rennen», hielt er fest, erwähnte aber auch, wie schwierig seine Zeit zu beurteilen sei. «Auf den letzten 100 Metern war ich im Leeren», berichtet er. Nicht gefordert, ohne Anhaltspunkt. Nur um vier Zehntel verpasste er aber seine Saisonbestmarke. So meinte er auch: «Auf diesem Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen kann ich aufbauen.» (gg)

Sihltaler Männer-Team unverändert
Der Sihltaler Luca Zatti hat sein Trainingspensum intensiviert. 
Der Sihltaler Luca Zatti hat sein Trainingspensum intensiviert. 
Stefan Kleiser

Die NLA der Männer zählt wegen des Rückzugs von Pythons Kriens künftig nur noch sieben Equipen. Ein Langnauer Team bleibt aber am Start. Obwohl es keine personelle Änderungen gibt, werden die Sihltaler stärker besetzt antreten als in der abgelaufenen Saison, in welcher die Mannschaft die Playoffs verpasste. Denn solange wegen Covid-19 keine Events der Tour der Professional Squash Association ausgetragen werden, sind die Topspieler immer dabei. Zuletzt hatten Nicolas Müller und Dimitri Steinmann, die Nummern 34 und 61 der Welt, nur 10 von 14 Partien bestritten. Zudem hat Luca Zatti das Trainingspensum intensiviert. Der frühere Junioren-Nationalspieler soll die Achillesferse der hinteren Positionen bei Abwesenheit der Topcracks schützen. (skl)

FC-Thalwil-Express rollt bereits
Der Thalwiler Alessio D`Angelo befindet sich in erfreulicher Frühform. Gegen Adliswil gelangen dem 25-Jährigen zwei Goals.
Der Thalwiler Alessio D`Angelo befindet sich in erfreulicher Frühform. Gegen Adliswil gelangen dem 25-Jährigen zwei Goals.
André Springer

Erstligist Thalwil hat das eine Liga darunter spielende Adliswil in einem Testspiel gleich 4:0 geschlagen. Bereits zur Pause lag die Equipe von Trainer Sergio Dias im Nachbarschaftsderby 3:0 vorne. Die Tore für die Oberklassigen schossen zweimal Alessio D`Angelo sowie Dein Barreiro und Salim Benziar. «Natürlich bin ich mit dem Resultat und auch der Leistung zufrieden», meinte nach Spielschluss Coach Dias. Der 42-Jährige meinte aber auch, dass er diesen reifen Auftritt seines Teams erwartet hat. «Wir gehören ja zu den Teams, die sehr früh mit dem Training begonnen haben. Bereits am 1. Mai, damals natürlich noch mit all den Coronaviruseinschränkungen. Aber wir haben uns viermal in der Woche gesehen. Und natürlich physisch enorm hart gearbeitet. Das Körperliche ist das A und O im Fussball», ergänzte der Trainer. Vier Tage vor dem klaren Erfolg gegen Adliswil hat Thalwil bereits den Erstligisten Zug 94 mit 3:0 geschlagen. Nach beiden Partien lobte der Teamverantwortliche seine Mannschaft, indem er deren offensive Ausrichtung, den Drang, das Spiel selber in die Hand zu nehmen und das gute Pressing, herausstrich.

Am Sonntag, 16. August, geht die Meisterschaft für die Linksufrigen mit der Partie beim Nachwuchs des FC St. Gallen los. Befürchtet Sergio Dias nicht, dass seiner Mannschaft im Laufe der Vorrunde die Puste ausgeht, wenn sie nun bereits vor dem Meisterschaftsstart einen hohen Rhythmus anschlagen kann. «Natürlich hat das gesamte Trainerteam diesen Aspekt im Auge. Aber ich habe Erfahrung damit, weil ich früher schon nach diesem Konzept gearbeitet habe», meint er. Der Kilchberger gesteht, dass sich in den kommenden Wochen Leistungsdellen einstellen können. «In einem solchen Fall müssen wir dann sofort richtig reagieren», hält er fest.

Positiv stimmt Dias, dass er und sein Trainerteam die Beobachtung gemacht haben, dass sich die Spieler im System, das sie anwenden wollen, wohl fühlen. Weiter geht die Thalwiler Testspielphase am Mittwoch, 5. August, beim Erstligisten Luzern II. (mw)

Mountainbike-EM 2020 im Tessin

Die Europameisterinnen und Europameister in den MTB-Disziplinen Cross-Country und Eliminator werden am Monte Tamaro ermittelt. Die Titelkämpfe finden vom 15. bis am 18. Oktober statt – unmittelbar nach den Weltmeisterschaften in Österreich. Bei beiden Grossanlässen wird mit grosser Wahrscheinlichkeit die Uetikerin Sina Frei mit dabei sein.

Das kurze Schweizer Radsportjahr erhält einen zweiten Höhepunkt. Rund drei Wochen nach den Strassen-Weltmeisterschaften in Aigle-Martigny finden im Kanton Tessin die Mountainbike-Europameisterschaften statt. Ursprünglich hätten die kontinentalen Titelkämpfe Mitte Mai im österreichischen Graz durchgeführt werden sollen; der Anlass musste aufgrund der Pandemie abgesagt werden. Nun werden die EM-Medaillen in den Disziplinen Cross-Country und Eliminator vom 15. bis am 18. Oktober in der Gemeinde Monteceneri vergeben – just eine Woche nach den Weltmeisterschaften in Leogang. An der EM wird es somit zur WM-Revanche kommen.

Der Veloclub Monte Tamaro verfügt über reichlich Erfahrung mit der Durchführung von hochklassigen MTB-Veranstaltungen. 2003 fanden in Rivera am Monteceneri die Weltmeisterschaften statt; in der Juniorenkategorie gewann der damals 17-jährige Nino Schurter die Silbermedaille. Zudem organisiert die Destination seit 2014 regelmässig Wettkämpfe im Rahmen der nationalen Rennserie Proffix Swiss Bike Cup. Prominentestes Mitglied des VC Monte Tamaro ist Nationalrat Rocco Cattaneo, der Präsident des europäischen Radsportverbandes UEC.

Swiss Cycling bedankt sich beim VC Monte Tamaro für das Engagement. „Für die Entwicklung der Sportart sowie für unsere Athletinnen und Athleten ist es von hoher Relevanz, dass die EM durchgeführt wird. Es freut mich sehr, dass sich ein renommierter Schweizer Veranstalter kurzfristig bereit erklärt hat, die Titelkämpfe auszutragen“, hält Co-Präsident Patrick Hunger fest.

Mountainbike-Europameisterschaften werden seit 1989 ausgetragen. Die Titelkämpfe am Monte Tamaro sind die fünften auf Schweizer Boden. Zuletzt war die Schweiz vor sieben Jahren Gastgeberin der Europameisterschaften. 2013 wurden die Wettkämpfe in Bern und auf dem Berner Hausberg Gurten durchgeführt. (red)

Ruedi Wild erlebt Spontanstart

Der Samstagerer Langdistanz-Triathlet Ruedi Wild startete mit einem 3. Platz beim 70.3 Aronamen in Italien unorthodox in die Saison.

Es ist noch keine Woche her, als Ruedi Wild von der Perspektive eines hochkarätigen Wettkampfes in Italien erfuhr – zufällig, wie er berichtet. Aufgrund einer Erkältung in den Tagen zuvor war er am Training gehindert und widmete sich deshalb mehr dem Internet und der Recherche von Hintergrundinfos zu seinem Sport.

Die plötzlich sich ihm bietendende Wettkampf-Möglichkeit reizte ihn jedoch. Spontan meldete er sich – und erhielt vergangenen Donnerstag einen Startplatz. Am Freitag trat er die Reise an in den Süden, am Sonntagmorgen stand er am Südende des Lago Maggiore motiviert, aber mit einem ungewohnten Gefühl am Start.

Besondere Verhältnisse

Dem Üblichen entsprach dieses Rennen über die 70.3 Halbironman-Distanz nicht. Der Intervall-Start mit drei startenden Athleten alle 10 Sekunden, Maskentragen bis unmittelbar vor dem Start und nach dem Zieleinlauf, ohne physische Wettkampfbesprechung und ohne Siegerehrung gilt es beispielsweise zu nennen. Und, weil Wild sich nicht regulär angemeldet hatte, erhielt er auch keinen Startplatz unter den Besten – was es ihm unterwegs schwer machte, sich seiner Position klar zu werden.

Beim abschliessenden Halbmarathon erkannte er, dass er um einen Podestrang kämpfen kann. Zum Sieg reicht er zwar nicht mehr. Platz 3 aber erkämpfte er sich. «Ich bin sehr happy», sagte er, «über meine Leistung, vor allem aber darüber, wieder einmal das Wettkampf-Feeling erlebt zu haben.» Wild nimmt die Erkenntnis mit, dass er sich trotz all des Ungewohnten in einer guten Verfassung befindet. «Falls es im September wirklich weitergeht, fühle ich mich bereit», sagt er. Ob dem aber so sein wird und vor allem so wie vorgesehen, unter anderem mit dem Ironman 70.3 Rapperswil, versieht er mit Fragezeichen. «Gutgetan hat dieser Einstand auf jeden Fall», sagt der Athlet. (gg)

Ansprüchen nicht ganz gerecht geworden

Jonas Raess aus Langnau a.A. lief die 2000 m in der viertbesten Schweizer Zeit je – und freute sich wenig.

Den Sieg verpasst, die Fünfminuten-Grenze ebenfalls – begeistert zeigte sich der 26-Jährige nach dem 2000-m-Rennen am Meeting Citius Champs in Bern nicht. «Das Gefühl unterwegs war nicht wirklich gut, und ebenso hätte ich mir eine bessere Zeit gewünscht.» Zu wenig ökonomisch sei er gelaufen, taktisch nicht perfekt. Die Leistung und die 5:00,47 Minuten entsprachen nicht den Vorstellungen des Universiade-Siegers des letzten Jahres über 5000 m. Auf Sieger Mike Foppen (Ho) büsste Raess 1,55 Sekunden ein. Dass er hinter Pierre Delèze, Peter Wirz und Markus Ryffel die viertbeste Zeit eines Schweizers je über die selten gelaufene Distanz realisierte, änderte am Verdikt nichts.

Im Vergleich zu seinem Saisoneinstand Anfang Juli in Luzern fehlte der Sieg. Die Zeit aber schätzt er als wertvoller ein. Das ist für ihn erklärt: «Ich habe einen anderen Standard erreicht, ein guter Schritt ist geglückt.» Anschliessend ans Rennen fuhr er wieder an seinen Höhentrainingsstandort in St. Moritz. Noch bis am nächsten Sonntag trainiert Raess mit seiner britischen Gruppe in der Höhenlage. Und sodann folgt, worauf seine Konzentration gerichtet ist: Einsätze über 5000 m. Noch ist er am Abklären, wo er in idealen Feldern unterkommen kann. Er vertraut seinem Coach, dem Briten Steve Vernon, und er setzt darauf, dass «ich mich noch immer in einer frühen Saisonphase befinde, noch Zeit zum Weiterkommen bleibt.»

Schnelle Lia Mordasini

Starke Leistungen zeigten zwei weitere Athleten vom See. Der U20-saisonschnellste Lionel Spitz (Track Team Adliswil) lief die 400 m in 47,42. Nach einem Trainingsblock verpasste er seinen Hausrekord um 46 Hundertstel. Knapper war’s bei der 18-jährigen Lia Mordasini (LG Küsnacht-Erlenbach): sie wurde über 100 m Hürden mit 14,44 Sekunden gestoppt, nur 4 Hundertstel über ihrer persönlichen Bestmarke. (gg)

Leo Bartholdi (LC Meilen) und Cyrill Kaufmann (LV Albis) in Tenero.
Leo Bartholdi (LC Meilen) und Cyrill Kaufmann (LV Albis) geniessen in Tenero ein Toptraining, ein gemütliches Ambiente und tolle Kameradschaft.
Leo Bartholdi (LC Meilen) und Cyrill Kaufmann (LV Albis) geniessen in Tenero ein Toptraining, ein gemütliches Ambiente und tolle Kameradschaft.
PD

60 der talentiertesten Kids der Schweizer Leichtathletik trainieren gemeinsam im Nationalen Jugendsportzentrum CST in Tenero und träumen dabei von der grossen Sportkarriere. Im bereits traditionsreichen UBS Kids Cup Camp wurden 5 Zürcher Nachwuchshoffnungen von Annik Kälin, U20-EM-Bronzemedaillengewinnerin im Siebenkampf, für kommende sportliche Grosstaten motiviert. Der UBS Kids Cup ist das grösste Nachwuchssportprojekt der Schweiz.

Wie so vieles musste sich auch der UBS Kids Cup dynamisch an die Situation rund um die Corona-Pandemie anpassen. Seit Anfang Juni können Wettkämpfe im Rahmen des erfolgreichen Nachwuchssportprojekt sukzessive wieder durchgeführt werden. Nun erfolgte mit dem UBS Kids Cup Camp ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung ‘neue’ Normalität. 60 der talentiertesten Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz verbringen in Tenero eine Woche Trainingslager. Dazu gehören auch 5 Talente aus dem Kanton Zürich. Leo Bartholdi (LC Meilen), Céline Buchser (LC Uster), Kim Glaus (LV Winterthur), Elina Ikezu (LC Zürich) und Cyrill Kaufmann (LV Albis) holen sich unter Anleitung der Trainer von Swiss Athletics am Lago Maggiore viel Motivation für ihre künftige Sportkarriere.

Annik Kälin inspiriert die Leichtathletiktalente

Sie ist in ihrer Sportkarriere den Teilnehmenden des UBS Kids Cup Camps zwar bereits einen Schritt voraus, kennt die Situation der jüngeren Talente aber noch sehr gut. Annik Kälin, die Dritte im Siebenkampf der vergangenen U20-Europameisterschaften, gewann vor fünf Jahren den Schweizer Final des UBS Kids Cup zum dritten Mal. Am Dienstag kümmerte sich die Siebenkampf-Schweizermeisterin von 2019 in Tenero um die nächste Generation. Die Nachwuchshoffnungen profitierten vom gemeinsamen Training und bekamen von Kälin wichtige Inputs, was es braucht, um den nächsten grossen Schritt in der sportlichen Karriere zu machen.

UBS Kids Cup Camp für noch mehr Förderung

Der UBS Kids Cup ist das Herzstück der Nachwuchsförderung in der Schweizer Leichtathletik. Das Projekt ist zu einem grossen Teil mitverantwortlich für den nachhaltigen Aufschwung. Das UBS Kids Cup Camp im Nationalen Jugendsportzentrum in Tenero gibt den grössten Talenten die Möglichkeit, mit anderen ambitionierten Nachwuchsathletinnen und -athleten aus der ganzen Schweiz für eine Woche zu trainieren, sich auszutauschen und von einander gegenseitig zu profitieren. Das UBS Kids Cup Camp wird bereits seit 2012 durchgeführt.

Tallulah Lynn Nater an EM in Budapest

Die Selektionskommission (SELKO) Dressur des Schweizerischen Verbands für Pferdesport (SVPS) hat die Selektionen für die Europameisterschaften aller Nachwuchskategorien in Budapest (HUN) vorgenommen und neue Reiterinnen in das Perspektiv- und Elitekader aufgenommen.

Sofern die weltweite Pandemielage dies erlaubt, werden die Europameisterschaften des Dressur-Nachwuchses an drei verschiedenen Daten in Budapest (HUN) stattfinden:

Junioren und Children: 9.–14. August 2020

U25, Jungen Reiter: 17.–21. August 2020

Pony: 26.–30. August 2020

Für dieses Championat wurden folgende Paare selektioniert:

U25

Charlotta Rogerson, Meggen (LU), mit Famora, Besitzer: James Rogerson

Junge Reiter

Lars Bürgler, Kölliken (AG), mit Remember Passion, Besitzerin: Marianne Bürgler

Ramona Schmid, Meinisberg (BE), mit Kelly Sue, Besitzerin: Ramona Schmid

Über die Selektion von Carl-Lennart Korsch, Wolfhausen (ZH), mit Fantasy, Besitzerin: Tallulah Lynn Nater, wird nach dem CDN in Donaueschingen (GER) von Ende Juli entschieden.

Junioren

Tallulah Lynn Nater, Meilen (ZH), mit De Vito W, Besitzerin: Tallulah Lynn Nater

Renée Stadler, Grüningen (ZH), mit Danzador, Besitzer: Carol und Josef Stadler

Noemi Zindel, Grüsch (GR), mit Delphino, Besitzer: Sandra und Arno Zindel-Weber

Pony

Valentina Bona, Wilen b. Wollerau (SZ), mit Douglas de Luxe FC, Besitzerin: Dagmar Bona

Robynne Graf, Dielsdorf (ZH), mit Dallas IV, Besitzer: Simone und Markus Graf

Layla Schmid, Château (FRA), mit Ashen Dew Drop, Besitzer: Daniel von Arx-Schmid

Nachdem dieses Jahr aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie kaum internationale und nationale Turniere veranstaltet wurden, setzte die Selektionskommission der Disziplin Dressur des SVPS auf ein Sichtungstraining, um einen Eindruck der aktuellen Verfassung der einzelnen Nachwuchspaare zu erhalten. Dieses Format wurde insbesondere gewählt, um für alle die gleichen Voraussetzungen und Bedingungen für eine EM-Selektion zu schaffen.

So präsentierten sich die Reiterinnen und Reiter am vergangenen Wochenende im NPZ Bern zum Aufgabenreiten vor einem internationalen Richtergremium.

Horgner bei Elite-Debüt ausgebremst

Nach der langen Corona bedingten Pause wurde die Bikesaison in der Schweiz lanciert. Am Bikecup in Leukerbad durfte Luca Schätti aus Horgen erstmals als U-23-Fahrer im Elite-Feld starten. Der 20-jährige des Swiss MTB Pro Team von Stoll trat gegen sein grosses Vorbild, den Weltmeister Nino Schurter an, und zeigte im internationalen Teilnehmerfeld mit über 100 Athleten ein starkes Rennen. Von weit hinten kämpfte sich Schätti auf den 16. Zwischenrang vor, ehe der Nachwuchsathlet kurz vor Rennschluss durch einen Hinterraddefekt ausgebremst wurde. Schliesslich klassierte er sich im 25. Rang, was den 4. Platz in der U-23-Kategorie bedeutete. So konnte Schätti viel Selbstvertrauen für die Schweizermeisterschaften tanken, die am 25./26. Juli in Gränichen stattfinden. Der Feldbacher Andri Frischknecht, an dessen Hinterrad sich Schätti zwischenzeitlich orientiert hatte, musste sich mit Rang 42 abfinden. (red)

Luca Schätti (rechts) orientiert sich am Hinterrad von Andri Frischknecht: Der Horgner fährt auf Rang 25, der Feldbacher muss sich mit Rang 42 begnügen.
Luca Schätti (rechts) orientiert sich am Hinterrad von Andri Frischknecht: Der Horgner fährt auf Rang 25, der Feldbacher muss sich mit Rang 42 begnügen.
Foto: PD
Rechtsufrige Nachwuchsathletin positioniert sich

Die 16-jährige Anna Huber von der LG Küsnacht-Erlenbach hat sich schon verschiedentlich auf nationaler Stufe unter Beweis gestellt – vor allem als Kugelstösserin und Speerwerferin. Jetzt zeigte die Gymnasiastin ihre Vielseitigkeit und ihr Talent als Mehrkämpferin. Beim Einladungsmeeting in Amriswil platzierte sie sich mit 4823 Punkten bei den U-18 auf Position 2. Und im abschliessenden 800-m-Lauf schien plötzlich noch mehr möglich. Ihre eigene Bestmarke verbesserte sie um nicht weniger als 12 Sekunden.

Schliesslich fehlten nur 17 Punkte zum Kategoriensieg. «Diese Zeit macht Freude», stellte sie aber in den -Vordergrund. Und das Gesamt-Resultat ist umso höher einzustufen, da sie wegen Kniebeschwerden vor allem bei den Würfen und Sprüngen gehindert gewesen war. «Bis zur SM in drei Wochen hoffe ich diese Unpässlichkeit in Griff zu bekommen», sagte sie. Eine persönliche Bestmarke glückte ihr auch im Hürdensprint mit 14,69 Sekunden. Mit 880 Punkten realisierte sie dabei ihr mit Abstand höchstes Einzel-Disziplinen-Ergebnis. (gg)

Clientis-Cup 2020 findet nicht statt

Auch der Clientis-Cup des Tischtennis-Clubs Wädenswil, eines der wenigen verbliebenen nationalen Elite-Turniere, fällt dieses Jahr aus. Bedingt durch die gesundheitspolitische Situation haben sich die Verantwortlichen des linksufrigen Nationalligavereins in Absprache mit dem Hauptsponsor entschieden, auf eine Durchführung Ende September definitiv zu verzichten, wie der TTCW in einem Communiqué vermeldet. «Unverhältnismässig wäre der zu betreibende Aufwand gewesen, um allen Unwägbarkeiten Rechnung zu tragen und die vorgeschriebenen Abstände einzuhalten. Unsicher ist in der momentanen Situation auch die Entwicklung und dadurch eventuell zu treffende Massnahmen», heisst es darin weiter. Der TTC Wädenswil hoffe, im kommenden Jahr dann wieder unter normalen Umständen die nationale Elite an den Zürichsee zu locken.

Ebenfalls ersatzlos gestrichen wurden die auf Mitte September verschobene Nachwuchsmeisterschaft im Einzel und Doppel. Deren Durchführung wäre in Neuhausen vorgesehen gewesen. Swiss Table Tennis sieht keine andere Möglichkeit mehr, als die ursprünglich im Frühsommer zum Abschluss der Saison 2019/20 geplanten Wettkämpfe ganz abzusagen. (red)

Rückschlag für den TTC Wädenswil: Der Clientis-Cup 2020 kann nicht durchgeführt werden.
Rückschlag für den TTC Wädenswil: Der Clientis-Cup 2020 kann nicht durchgeführt werden.
Foto: André Springer
WM-Aufgebot für rechtsufrige U-23-Ruderinnen

Der internationale Ruderverband (FISA) plant die Durchführung der Europameisterschaften der Elite und des Nachwuchses. Die U-23-Ruderinnen und -Ruderer sollen ihre Wettkämpfe am 5. und 6. September in Duisburg ausrichten, jene der Junioren/innen sind Ende September (26./27.) in Belgrad vorgesehen. Der Verband Swiss Rowing führte auf dem Ergometer und mit Ausscheidungsrennen auf dem Luzerner Rotsee die letzten Leistungstests durch, um 16 Boote für die Titelkämpfe zu selektionieren.

Mit Nina Wettstein darf eine Athletin aus dem Seeclub Stäfa die Schweiz an der U-23-EM im Einer der Frauen vertreten. Ein Aufgebot erhielt auch Ella von der Schulenburg vom Seeclub Küsnacht. Sie wird mit zwei Athletinnen des SC Luzern sowie einer Westschweizerin im U-23-Doppelvierer der Frauen starten. (red)

Rüeschliker triumphiert im Wallis

Marc-Andrea Hüsler hat am Sonntag den Tie-Break Cup von Zermatt gewonnen. Im Final des wegen des Corona-Lockdown aufgewerteten Events, das zum ersten Mal für die besten nationalen Spieler ausgeschrieben war, bezwang Hüsler Alexander Sadecky, einen Teamkollegen aus dem Tennisclub Seeblick, mit 6:4 und 6:4. Es war der Sieg des Favoriten, war der Rüeschliker, die Nummer 5 der Schweiz, doch in Zermatt an Position 1 gesetzt.

Sadecky, im nationalen Ranking an Position 27 geführt, eliminierte mit dem Uetiker Raphael Baltensperger im Halbfinal die Nummer 2 des Turniers. Vor einer Woche hatte sich Marc-Andrea Hüsler bereits die Siegprämie in Cadro gesichert. Auf dem Weg zum neuerlichen Sieg verlor der 24-Jährige im Viertelfinal gegen den Küsnachter Henry von der Schulenburg zwar einen Satz, setzte sich jedoch im Match-Tie-Break mit 10:7 durch. (skl)

Setzt sich auch im Wallis durch: Marc-Andrea Hüsler gewinnt den Tie-Break Cup.
Setzt sich auch im Wallis durch: Marc-Andrea Hüsler gewinnt den Tie-Break Cup.
Foto: Peter Schneider/Keystone

Starke Athleten des LC Meilen

Am Rheinquelle-Trail wussten die Läuferinnen und Läufer des LC Meilen fast wie in den Vor-Covid-19-Zeiten zu überzeugen.

Für Monate waren die Volksläufer gebremst gewesen. Der Rheinquelle-Trail in Sedrun machte dieser Zwangsabstinenz ein Ende. Der Tomasee-Trail über 41,1 km mit 3182 Höhenmetern und der Tgom-Trail über 16,2 km mit 1225 Höhenmetern sorgten für Herausforderungen. Und auffallend, aber nicht wirklich überraschend: Die Trail-Anhänger fühlten sich von der Möglichkeit angesprochen und sorgten für ein exzellentes Startfeld.

Erfreulich präsentierten sich die Vertreterinnen und Vertreter des LC Meilen. Sie zeigten, dass sie auch in den letzten Monaten erfolgreich an ihrer Form gearbeitet haben. Über die kürzere Distanz lief Samuel Jud als Tagessieger ein. Das Mitglied des Schweizer X-Terrra-Nationalteams im Triathlon freute sich über die Empfindungen unterwegs. Und vor allem behagte ihm der Ausgang im Endkampf mit dem Nachwuchs-Nationalteam-Langläufer Cla-Ursin Nufer. «Es waren spannende Gedankenspiele und Überlegungen, wie ich mich durchsetzen könnte», sagte der Routinier nach dem erfolgreichen Endkampf gegen den zuvor ihm unbekannten Widersacher. Ein lang gezogener Endspurt war das Rezept.

Monica Hug erreichte das Ziel als 12. Frau und Siegerin der Kategorie Grand Masters. Und auch über die Volldistanz glückten Topergebnisse. Marion Bützberger und Peter Hug trafen in der Schlussphase aufeinander und liefen zusammen. Die Resultate nach gut sechseinhalb Wettkampfstunden: Platz 8 (Hauptklasse Rang 5) für Bützberger, Platz 54 (5. Grand-Masters) für Hug. Gut 20 Minuten früher im Ziel war Philipp Färber. Seine Rangierungen: Gesamtrang 36 (Rang 10 Masters). (gg)

Adliswil in Cup-Vorrunde ohne Heimvorteil

Die Paarungen der ersten Qualifikationsrunde zum Schweizer Cup 2021/22 der 2. Liga interregional stehen fest. Der FC Adliswil trifft in dieser Vorrunde am Samstag, 21. November 2020, auf den Kantonsrivalen Seuzach. Die Sihltaler wurden bei der Auslosung als zweite Mannschaft gezogen, sprich sie müssen auswärts antreten. Im Kantonsduell wird das von Mario Pischedda trainierte Fanionteam des FCA die Favoritenrolle dem Gegner zuschieben können. Denn Seuzach hatte sich in der wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison 2019/20 im Herbst mehr als doppelt so viele Punkte (24) als die Adliswiler (11) erspielt. In der Rückrunde hätte der FCS als Tabellenzweiter der Gruppe 6 um den Aufstieg in die 1. Liga mitspielen können.

Adliswils Gruppenkonkurrent vom Obersee, der FC Lachen/Altendorf, hat ebenfalls keinen Heimvorteil. Die Märchler spielen auswärts in Uzwil um den Einzug in die nächste Runde. (ddu)

Eine Knacknuss wartet in der Cup-Qualifikation auf die Sihltaler: Der FC Adliswil (rechts Alessandro Esposito) trifft auswärts auf Seuzach.
Eine Knacknuss wartet in der Cup-Qualifikation auf die Sihltaler: Der FC Adliswil (rechts Alessandro Esposito) trifft auswärts auf Seuzach.
Foto: Manuela Matt
Müde Stäfner unterliegen Erstligist

Das dritte Testspiel innert Wochenfrist verlor Stäfas NLB-Team auf dem Frohberg gegen die SG Horgen/Wädenswil aus der 1. Liga 24:25.

«Wir agierten zu unkonzentriert und hatten schwere Beine», nahm Stäfas Captain Lukas Maag Bezug auf die strenge Vorbereitungsphase, in welcher die Gelbschwarzen aktuell stecken. Weitere Gründe für die zweite Niederlage nach jener gegen St. Otmar St. Gallen sah der Rückraumspieler in der zu hohen Anzahl individueller Fehler und den schlechten Abschlüssen aus eigentlich guten Positionen.

Bis zu den Sommerferien trainieren die Stäfner nun noch knapp zehn Tage. Danach ruht der Betrieb gut zwei Wochen, ehe die finale Phase der Vorbereitung beginnt. Das nächste Testspiel ist für den 4. August (19.15 Uhr, Frohberg) gegen den TV Endingen geplant. Am Wochenende darauf steigt der 2. Handball Stäfa Cup. (db)

Kann sich mit Stäfa nicht gegen Horgen/Wädenswils Erstliga-Team durchsetzen: Captain Lukas Maag.
Kann sich mit Stäfa nicht gegen Horgen/Wädenswils Erstliga-Team durchsetzen: Captain Lukas Maag.
Foto: André Springer

Adliswiler überrascht mit neuer Bestmarke

Lionel Spitz vom Track Team Adliswil steigerte sich in Bern über 400 m auf 47,08 Sekunden. Eine Klassezeit: Um nicht weniger als 1,4 Sekunden blieb der 19-Jährige unter seiner bisherige Bestmarke vom letzten Sommer. Und er knackte die U-20-WM-Limite. Letzteres dürfte allerdings wenig nützen, da diese Corona-bedingt trotz Verschiebung kaum stattfinden werden.

Dennoch, Spitz staunte und freute sich nicht nur der Zeit wegen. Auf dem Papier waren alle Widersacher seiner Serie mit stärkeren Bestmarken angetreten. Spitz wählte die Strategie, die sich aufdrängte: volles Risiko. Und nach Streckenhälfte realisierte er: «Ich bin hervorragend im Rennen.» Zu Vincent Notz hatte er aufgeschlossen. An ihm zog er vorbei und schloss zu Ricky Petrucciani auf, dem U-20-EM-Zweiten des letzten Jahres. Das motivierte zusätzlich für die letzten, besonders harten Meter. Als er die Siegerzeit von Charles Devantey von 46,61 aufleuchten sah, wusste er mit dem Überlaufen der Ziellinie: «Das gibt eine Riesenzeit.»

Als «überglücklich» bezeichnete sich Spitz. In der Euphorie startete er gleich am Folgetag nochmals: in Zürich über 100 m. Auch auf der selten gelaufenen Unterdistanz resultierte eine neue persönliche Bestmarke: 11,38. Sein Kommentar: «Mit frischen Beine wäre da noch viel mehr möglich.»

Die erhofften Medaillen gewannen an den 10‘000-m-Meisterschaften die TG-Hütten-Aushängeschilder Fabienne Schlumpf und Chiara Scherrer: Gold und Silber in guten Premiere-Zeiten von 32:16,37 respektive 33:02,63. Ein starker Saisoneinstand über 200 m glückte Nora Frey (LG Küsnacht-Erlenbach) über 200 m 24,79 Sekunden. (gg)

In Topform: Lionel Spitz vom Track Team Adliswil unterbietet in Bern seine Bestzeit über 400 m.
In Topform: Lionel Spitz vom Track Team Adliswil unterbietet in Bern seine Bestzeit über 400 m.
Foto: André Springer
FC Thalwil überzeugt im ersten Test

Gleich 8:2 gewann Thalwils Erstliga-Mannschaft das erste Testspiel nach der Corona-Zwangspause. Der unterklassige Gegner aus Einsiedeln (2. interregional) wurde regelrecht überrannt. Die Grün-Weissen legten los wie die Feuerwehr und lagen nach einer Viertelstunde bereits 4:0 vorne. Vor der Pause kassierten sie den ersten Gegentreffer zum 5:1. In der zweiten Halbzeit drosselte der FCT das Tempo aufgrund der klaren Führung etwas, blieb aber stets spielbestimmend. Trainer Sergio Dias ist zufrieden mit dem überzeugenden Auftritt seines Teams. «Wir machten von Anfang an Pressing und unser Umschaltspiel klappte sehr gut», hält der Kilchberger fest. Langsam zeige sich, dass sein Konzept fruchte.

Dias ist besonders defensive Stabilität wichtig. «Ich will, dass wir möglichst wenig Tore erhalten. Denn vorne haben wir viel Durchschlagskraft und so können wir dann die Spiele für uns entscheiden.» Den hohen Sieg gegen Einsiedeln mag der Coach nicht überbewerten. «Wir können zwar viel Positives herausnehmen, doch es war ein unterklassiger Gegner.» Nächstes Wochenende gastiert mit dem FC Wohlen ein anderer Gradmesser im Brand. «Es wird spannend zu sehen, wie wir unseren Rhythmus gegen eine Top-Erstliga-Mannschaft halten können», sagt Dias. Die Partie wird am Samstagmorgen (4. Juli) um 11 Uhr angepfiffen. (ddu)

Sieht einen starken Auftritt seines Teams im ersten Testspiel: Thalwils Trainer Sergio Dias.
Sieht einen starken Auftritt seines Teams im ersten Testspiel: Thalwils Trainer Sergio Dias.
Foto: André Springer

red