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Regionalsport kompaktHüsler siegt auch in Zermatt

Läufer des LC Meilen überzeugen ++++ FC Adliswil trifft im Cup auf Kantonsrivalen +++ Stäfa verliert kleines Test-Derby ++++ Adliswiler Sprinter sorgt für Überraschung +++ FC Thalwil überzeugt im ersten Test ++++ Stäfner bodigen Männedorf ++++

LIVE TICKER BEENDET

Rüeschliker triumphiert im Wallis

Marc-Andrea Hüsler hat am Sonntag den Tie-Break Cup von Zermatt gewonnen. Im Final des wegen des Corona-Lockdown aufgewerteten Events, das zum ersten Mal für die besten nationalen Spieler ausgeschrieben war, bezwang Hüsler Alexander Sadecky, einen Teamkollegen aus dem Tennisclub Seeblick, mit 6:4 und 6:4. Es war der Sieg des Favoriten, war der Rüeschliker, die Nummer 5 der Schweiz, doch in Zermatt an Position 1 gesetzt.

Sadecky, im nationalen Ranking an Position 27 geführt, eliminierte mit dem Uetiker Raphael Baltensperger im Halbfinal die Nummer 2 des Turniers. Vor einer Woche hatte sich Marc-Andrea Hüsler bereits die Siegprämie in Cadro gesichert. Auf dem Weg zum neuerlichen Sieg verlor der 24-Jährige im Viertelfinal gegen den Küsnachter Henry von der Schulenburg zwar einen Satz, setzte sich jedoch im Match-Tie-Break mit 10:7 durch. (skl)

Setzt sich auch im Wallis durch: Marc-Andrea Hüsler gewinnt den Tie-Break Cup.
Setzt sich auch im Wallis durch: Marc-Andrea Hüsler gewinnt den Tie-Break Cup.
Foto: Peter Schneider/Keystone

Starke Athleten des LC Meilen

Am Rheinquelle-Trail wussten die Läuferinnen und Läufer des LC Meilen fast wie in den Vor-Covid-19-Zeiten zu überzeugen.

Für Monate waren die Volksläufer gebremst gewesen. Der Rheinquelle-Trail in Sedrun machte dieser Zwangsabstinenz ein Ende. Der Tomasee-Trail über 41,1 km mit 3182 Höhenmetern und der Tgom-Trail über 16,2 km mit 1225 Höhenmetern sorgten für Herausforderungen. Und auffallend, aber nicht wirklich überraschend: Die Trail-Anhänger fühlten sich von der Möglichkeit angesprochen und sorgten für ein exzellentes Startfeld.

Erfreulich präsentierten sich die Vertreterinnen und Vertreter des LC Meilen. Sie zeigten, dass sie auch in den letzten Monaten erfolgreich an ihrer Form gearbeitet haben. Über die kürzere Distanz lief Samuel Jud als Tagessieger ein. Das Mitglied des Schweizer X-Terrra-Nationalteams im Triathlon freute sich über die Empfindungen unterwegs. Und vor allem behagte ihm der Ausgang im Endkampf mit dem Nachwuchs-Nationalteam-Langläufer Cla-Ursin Nufer. «Es waren spannende Gedankenspiele und Überlegungen, wie ich mich durchsetzen könnte», sagte der Routinier nach dem erfolgreichen Endkampf gegen den zuvor ihm unbekannten Widersacher. Ein lang gezogener Endspurt war das Rezept.

Monica Hug erreichte das Ziel als 12. Frau und Siegerin der Kategorie Grand Masters. Und auch über die Volldistanz glückten Topergebnisse. Marion Bützberger und Peter Hug trafen in der Schlussphase aufeinander und liefen zusammen. Die Resultate nach gut sechseinhalb Wettkampfstunden: Platz 8 (Hauptklasse Rang 5) für Bützberger, Platz 54 (5. Grand-Masters) für Hug. Gut 20 Minuten früher im Ziel war Philipp Färber. Seine Rangierungen: Gesamtrang 36 (Rang 10 Masters). (gg)

Adliswil in Cup-Vorrunde ohne Heimvorteil

Die Paarungen der ersten Qualifikationsrunde zum Schweizer Cup 2021/22 der 2. Liga interregional stehen fest. Der FC Adliswil trifft in dieser Vorrunde am Samstag, 21. November 2020, auf den Kantonsrivalen Seuzach. Die Sihltaler wurden bei der Auslosung als zweite Mannschaft gezogen, sprich sie müssen auswärts antreten. Im Kantonsduell wird das von Mario Pischedda trainierte Fanionteam des FCA die Favoritenrolle dem Gegner zuschieben können. Denn Seuzach hatte sich in der wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison 2019/20 im Herbst mehr als doppelt so viele Punkte (24) als die Adliswiler (11) erspielt. In der Rückrunde hätte der FCS als Tabellenzweiter der Gruppe 6 um den Aufstieg in die 1. Liga mitspielen können.

Adliswils Gruppenkonkurrent vom Obersee, der FC Lachen/Altendorf, hat ebenfalls keinen Heimvorteil. Die Märchler spielen auswärts in Uzwil um den Einzug in die nächste Runde. (ddu)

Eine Knacknuss wartet in der Cup-Qualifikation auf die Sihltaler: Der FC Adliswil (rechts Alessandro Esposito) trifft auswärts auf Seuzach.
Eine Knacknuss wartet in der Cup-Qualifikation auf die Sihltaler: Der FC Adliswil (rechts Alessandro Esposito) trifft auswärts auf Seuzach.
Foto: Manuela Matt
Müde Stäfner unterliegen Erstligist

Das dritte Testspiel innert Wochenfrist verlor Stäfas NLB-Team auf dem Frohberg gegen die SG Horgen/Wädenswil aus der 1. Liga 24:25.

«Wir agierten zu unkonzentriert und hatten schwere Beine», nahm Stäfas Captain Lukas Maag Bezug auf die strenge Vorbereitungsphase, in welcher die Gelbschwarzen aktuell stecken. Weitere Gründe für die zweite Niederlage nach jener gegen St. Otmar St. Gallen sah der Rückraumspieler in der zu hohen Anzahl individueller Fehler und den schlechten Abschlüssen aus eigentlich guten Positionen.

Bis zu den Sommerferien trainieren die Stäfner nun noch knapp zehn Tage. Danach ruht der Betrieb gut zwei Wochen, ehe die finale Phase der Vorbereitung beginnt. Das nächste Testspiel ist für den 4. August (19.15 Uhr, Frohberg) gegen den TV Endingen geplant. Am Wochenende darauf steigt der 2. Handball Stäfa Cup. (db)

Kann sich mit Stäfa nicht gegen Horgen/Wädenswils Erstliga-Team durchsetzen: Captain Lukas Maag.
Kann sich mit Stäfa nicht gegen Horgen/Wädenswils Erstliga-Team durchsetzen: Captain Lukas Maag.
Foto: André Springer

Adliswiler überrascht mit neuer Bestmarke

Lionel Spitz vom Track Team Adliswil steigerte sich in Bern über 400 m auf 47,08 Sekunden. Eine Klassezeit: Um nicht weniger als 1,4 Sekunden blieb der 19-Jährige unter seiner bisherige Bestmarke vom letzten Sommer. Und er knackte die U-20-WM-Limite. Letzteres dürfte allerdings wenig nützen, da diese Corona-bedingt trotz Verschiebung kaum stattfinden werden.

Dennoch, Spitz staunte und freute sich nicht nur der Zeit wegen. Auf dem Papier waren alle Widersacher seiner Serie mit stärkeren Bestmarken angetreten. Spitz wählte die Strategie, die sich aufdrängte: volles Risiko. Und nach Streckenhälfte realisierte er: «Ich bin hervorragend im Rennen.» Zu Vincent Notz hatte er aufgeschlossen. An ihm zog er vorbei und schloss zu Ricky Petrucciani auf, dem U-20-EM-Zweiten des letzten Jahres. Das motivierte zusätzlich für die letzten, besonders harten Meter. Als er die Siegerzeit von Charles Devantey von 46,61 aufleuchten sah, wusste er mit dem Überlaufen der Ziellinie: «Das gibt eine Riesenzeit.»

Als «überglücklich» bezeichnete sich Spitz. In der Euphorie startete er gleich am Folgetag nochmals: in Zürich über 100 m. Auch auf der selten gelaufenen Unterdistanz resultierte eine neue persönliche Bestmarke: 11,38. Sein Kommentar: «Mit frischen Beine wäre da noch viel mehr möglich.»

Die erhofften Medaillen gewannen an den 10‘000-m-Meisterschaften die TG-Hütten-Aushängeschilder Fabienne Schlumpf und Chiara Scherrer: Gold und Silber in guten Premiere-Zeiten von 32:16,37 respektive 33:02,63. Ein starker Saisoneinstand über 200 m glückte Nora Frey (LG Küsnacht-Erlenbach) über 200 m 24,79 Sekunden. (gg)

In Topform: Lionel Spitz vom Track Team Adliswil unterbietet in Bern seine Bestzeit über 400 m.
In Topform: Lionel Spitz vom Track Team Adliswil unterbietet in Bern seine Bestzeit über 400 m.
Foto: André Springer
FC Thalwil überzeugt im ersten Test

Gleich 8:2 gewann Thalwils Erstliga-Mannschaft das erste Testspiel nach der Corona-Zwangspause. Der unterklassige Gegner aus Einsiedeln (2. interregional) wurde regelrecht überrannt. Die Grün-Weissen legten los wie die Feuerwehr und lagen nach einer Viertelstunde bereits 4:0 vorne. Vor der Pause kassierten sie den ersten Gegentreffer zum 5:1. In der zweiten Halbzeit drosselte der FCT das Tempo aufgrund der klaren Führung etwas, blieb aber stets spielbestimmend. Trainer Sergio Dias ist zufrieden mit dem überzeugenden Auftritt seines Teams. «Wir machten von Anfang an Pressing und unser Umschaltspiel klappte sehr gut», hält der Kilchberger fest. Langsam zeige sich, dass sein Konzept fruchte.

Dias ist besonders defensive Stabilität wichtig. «Ich will, dass wir möglichst wenig Tore erhalten. Denn vorne haben wir viel Durchschlagskraft und so können wir dann die Spiele für uns entscheiden.» Den hohen Sieg gegen Einsiedeln mag der Coach nicht überbewerten. «Wir können zwar viel Positives herausnehmen, doch es war ein unterklassiger Gegner.» Nächstes Wochenende gastiert mit dem FC Wohlen ein anderer Gradmesser im Brand. «Es wird spannend zu sehen, wie wir unseren Rhythmus gegen eine Top-Erstliga-Mannschaft halten können», sagt Dias. Die Partie wird am Samstagmorgen (4. Juli) um 11 Uhr angepfiffen. (ddu)

Sieht einen starken Auftritt seines Teams im ersten Testspiel: Thalwils Trainer Sergio Dias.
Sieht einen starken Auftritt seines Teams im ersten Testspiel: Thalwils Trainer Sergio Dias.
Foto: André Springer
Männedörfler unterliegen Stäfa

Stäfas Drittliga-Mannschaft gewann das erste Testspiel nach der Corona-Zwangspause gegen den in der 2. Liga vertretenen FC Männedorf 4:0. Die ungefähr 220 gutgelaunten Zuschauer machten mächtig Stimmung und mussten ihr Kommen nicht bereuen. Stäfa spielte nach der langen Auszeit sehr gut auf und dominierte die oberklassigen Gäste von A bis Z. Alle eingesetzten Spieler verstanden sich bestens und machten mächtig Druck. Zum Matchwinner wurde Jens Saethre. Der Stäfner gab nach langer Verletzungspause sein Comeback und erzielte gleich alle vier Treffer. Den ersten bereitete Ex-Profi Jonas Elmer in der 20. Minute mit einem herrlichen Zuspiel vor. In der ersten Halbzeit doppelte Saethre nach und im zweiten Durchgang konnte er nochmals zwei Torerfolge feiern. (red)

Stäfner Handballer bezwingen Stans

Im zweiten Testspiel feierte Handball Stäfa den ersten Sieg. Ligakonkurrent Stans bodigte der NLB-Klub 33:27. Von einer ordentlichen Leistung sprach Stäfas Assistenztrainer Mike Felder. «In der ersten Hälfte hatten wir noch etwas Mühe in der Verteidigung, nach der Pause war es einiges besser.» Nach 30 Minuten hatte der Seeklub erst 19:18 vorne gelegen, in der zweiten Halbzeit die Anzahl Gegentore aber gleich um die Hälfte reduziert. Dafür, dass der Fokus im Training momentan auf der Athletik liege und das Team erst sechs Halleneinheiten absolviert habe, sei es ein guter Auftritt gewesen, sagt Felder.

Bereits am Dienstag (30. Juni), und damit einen Tag früher als ursprünglich geplant, testen die Stäfner zum dritten Mal. Zu Gast auf dem Frohberg (Anpfiff 19.15 Uhr) wird das Erstliga-Team der SG Horgen/Wädenswil sein. Frauenfeld, das Stäfa am Mittwoch hätte empfangen sollen, musste wegen Hallenproblemen absagen. (db)

Machbarer Gegner für FC Thalwil
Thalwils Leiter Fussball, Dimitris Demiros, kann sich im Cup Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen.
Thalwils Leiter Fussball, Dimitris Demiros, kann sich im Cup Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen.
PD

Die Auslosung der Qualifikationsrunde der 1. Liga zum Schweizer Cup 2021/2022 ist erfolgt. Thalwil kann dabei am 10./11. Oktober 2020 zu Hause antreten. Gegner ist Paradiso. Die Tessiner belegten nach Abbruch der vergangenen Saison nach der Vorrunde in der Gruppe 3 den 6. Platz mit 21 Punkten nach 14 Meisterschaftspartien. Thalwil war in der gleichen Gruppe. Die Linksufrigen konnten dabei nur acht Zähler ergattern. Trotzdem: ein absolutes Erstliga-Spitzenteam war Paradiso vor einem Jahr nicht. Zudem: Thalwil geniesst Heimvorteil.

Würde sich Thalwil gegen Paradiso durchsetzen, würden die Zürcher in der 2. Qualifikationsrunde vom 20./21. März 2021 auswärts auf Meyrin treffen. Die Genfer belegten im Winter zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs in der Gruppe 1 der 1. Liga den guten 3. Platz. (mw)

Klatsche für Stäfa im Test gegen St. Otmar

Im ersten Testspiel in der Vorbereitung auf die Saison 2020/21 kassierte das Stäfner NLB-Team gegen St. Otmar St. Gallen vor 80 Zuschauern eine 23:37-Niederlage. Zur Pause lag die junge Truppe, in welcher 12 der 15 eingesetzten Spieler die Nachwuchsabteilung der Gelbschwarzen durchlaufen haben, auf dem Frohberg bereits 7:21 im Hintertreffen. Immerhin konnten die Seebuben die zweite Halbzeit (16:16) ausgeglichen gestalten und den schönsten Treffer der Partie für sich verbuchen. Es war dies ein Doppelflieger in Überzahl von Laurin Rinderknecht und Noam Leopold zum 4:10.

«Nach lediglich fünf Handball-Trainings war das ganz vernünftig», meinte Stäfas Assistenztrainer Mike Felder. Die Freude, endlich wieder spielen zu können, war allen Akteuren anzusehen. Mit Filip Maros kehrte gar ein ehemaliger Stäfner mit den Ostschweizern auf den Frohberg zurück. Er trug allerdings das Trikot mit den Namen Spellerberg – dem letztjährigen Spielertrainer der Ostschweizer.

Am Samstag um 11 Uhr empfangen die Stäfner mit dem BSV Stans einen Ligakonkurrenten zum nächsten Test auf dem Frohberg. (db)

Klares Testspiel-Resultat: Stäfas NLB-Handballer unterliegen dem oberklassigen St. Otmar St. Gallen 23:37.
Klares Testspiel-Resultat: Stäfas NLB-Handballer unterliegen dem oberklassigen St. Otmar St. Gallen 23:37.
Foto: PD/Handball Stäfa
Hüsler muss passen

Kein Triumph für den topgesetzten Marc-Andrea Hüsler am ersten Turnier der von Swiss Tennis neu geschaffenen N-Series. Der Rüeschliker konnte am Donnerstag in Biel nicht antreten – wegen einer Verhärtung im linken Oberschenkel, die sich der 23-Jährige am Dienstag im Training zugezogen hatte. «Ich hätte spielen können, aber damit hätte ich es verschlimmern können», erklärt Hüsler. «Aber es ist nichts Schlimmes. Ich muss jetzt einfach zwei Tage ruhen, damit es nächste Woche wieder voll losgehen kann.» Dann startet die Nummer fünf der Schweiz am zweiten N-Series-Event in Neuenburg. (skl)

Oberriednerin misslingt Saisonstart

Lea Ammann vom TV Thalwil musste beim Saisonauftakt-Läufermeeting in Wetzikon feststellen, dass für sie noch viel Arbeit ansteht.

Dieses Rennen: Es sorgte für zwiespältige Gefühle. Zum einen zeigte sich die Freude: endlich Starten in diese so unvorstellbare Saison, Zurückkehren auf die Bahn, den Wettkampfplatz. Es zeigte sich für Lea Ammann, die 800-m-Elite-Schweizer-Meisterin des letzten Sommers, aber auch die Realität. Nicht über Rang 10 kam die 18-Jährige aus Oberrieden hinaus. Und die Zeit von 2:55,98 Minuten sorgte ebenfalls für Enttäuschung. Zum Vergleich: Ende Februar lief sie an den Hallen-Nachwuchs-Meisterschaften in Magglingen die Distanz in 2:51,07.

«Ich fühlte mich unsicher vor dem Start», sagte die letztjährige Aufsteigerin. Die Anhaltspunkte fehlten. Die letzten Rennen bestritt sie im Februar in der Halle. Und das Training in der Corona-Zeit lieferte nicht die gewohnten Daten. Vielmehr verlangte es neue Wege. Hinzu kommt, dass die Widersacherinnen, auf dies sie nun traf, von grosser und breiter Klasse waren, u.a. mit der zweifachen Hallen-Europameisterin über 800 m, Selina Büchel. «Ich wusste nicht exakt, wie anlaufen und tat dies so wohl zu schnell, zu mutig», rekapitulierte Ammann. Die Folge: In der Schlussphase brach sie ein.

Gut tat die (harte) Erfahrung dennoch: «Jetzt wissen wir, wo anzusetzen ist.» Das Augenmerk gilt es jetzt vermehrt in Richtung Tempohärte und Laufen mit übersäuerter Muskulatur zuzuwenden. Und der Vorteil: Noch dauert es fast drei Monate bis zu den Schweizer Meisterschaften. Wiederum in Basel werden diese am zweiten September-Wochenende stattfinden. (gg)

«Ich fühlte mich unsicher vor dem Start»: Lea Ammann vom TV Thalwil.
«Ich fühlte mich unsicher vor dem Start»: Lea Ammann vom TV Thalwil.
Foto: André Springer
Adliswiler realisiert neue Bestzeit

So schnell, das hätte sich Lionel Spitz nicht zu erhoffen gewagt: 33,88 Sekunden für die selten bestrittenen 300 m – das ist ein verheissungsvoller Wert. Entsprechend freute sich der 19-Jährige des Track Team Adliswil am Kick-off-Meeting in Langenthal über diese Zeit. «Schneller als gedacht, ich bin superhappy», erkannte er. Es ist noch schwieriger gewesen, sich einzuschätzen nach diesem Frühling, als üblich beim Saisoneinstieg.

Nach den Corona-Wochen mit den abgesagten Wettkämpfen und den schwierigen Trainingsbedingungen rechnete sich der letztjährige U-20-Schweizer-Meister nicht allzu viel aus: «Ein neuer Hausrekord wäre schön und dieser dürfte knapp drinliegen», sagte Spitz sich. Dann aber steigerte sich Spitz um nicht weniger als 1,10 Sekunden. Das ist ein Riesenschritt. «Ich fühlte mich sehr schnell unterwegs, fürchtete mich aber am Schluss einzubrechen», verriet er. Dazu kam es nicht.

Startet erfolgreich in die neue Saison: Der Adliswiler Lionel Spitz knackt im 300-m-Rennen in Langenthal seine Bestzeit.
Startet erfolgreich in die neue Saison: Der Adliswiler Lionel Spitz knackt im 300-m-Rennen in Langenthal seine Bestzeit.
André Springer

1,29 Sekunden verlor er zwar auf den brillanten Sieger William Reais, aber lediglich 72 Hundertstel auf Ricky Petrucciani, den letztjährigen U-20-EM-Dritten. «Auf diesem Einstand lässt sich aufbauen», freute sich Spitz. Hinter sich liess er so etablierte (Lang-)Sprint-Spezialisten wie Vincent Notz, Simon Graf, Nathan Gyger oder den Zürcher Martin Fuchs. Gespannt blickt der Sihltaler nun den nächsten Einsätzen entgegen – vor allem jenen über 400 m. Ob eine ähnliche Steigerung glückt? Letztes Jahr wurde er in 48,48 Sekunden gestoppt. (gg)

Rainer Bieli: Vom See in die Stadt

Drittligist BC Albisrieden verpflichtete Rainer Bieli als Trainer. Pikant. Der letzte Verein des Coachs war Wädenswil. Wädenswil und Albisrieden waren in der vergangenen Saison beide in der Gruppe 1 eingeteilt. Bei Meisterschaftsabbruch nach elf Partien wegen der Coronaviruskrise belegte Zweitliga-Absteiger Wädenswil mit 16 Punkten Platz 4, während der Zürcher Quartierklub mit 12 Zählern auf Rang 9 klassiert war. Bieli trainierte Wädenswil knapp eineinhalb Jahre lang und wurde im vergangenen Herbst nach durchwachsenem Saisonstart entlassen.

Der gebürtige Solothurner Bieli blickt auf eine eindrückliche Profikarriere zurück: nach der Nachwuchszeit bei GC spielte er in der höchsten Spielklasse ebenfalls bei GC und war auch bei St. Gallen, Xamax und Aarau tätig, wo er in Total 212 Partien insgesamt 56 Tore erzielte.

Noch eindrücklicher lesen sich die Zahlen aus der Challenge League, wo er für Baden, Xamax, Concordia Basel und Winterthur in 133 Partien 58 Mal einnetzte! Nach seiner erfolgreichen Profizeit absolvierte er die Trainerausbildung, welche er mit dem A Diplom abschloss.

Anschliessend trainierte er verschiedene Junioren Teams auf diversen Stufen, ehe er fünf Jahre lang beim FC Küsnacht tätig war, mit welchen er 2015 den Zürcher Regionalcup gewann. Danach wechselte er im Sommer 2018 das Seeufer und ging nach Wädenswil.

Seit dem Abgang bei Wädenswil und der Corona-bedingten Pause konnte Bieli seine Batterien neu aufladen und übernimmt nun die vakante Trainerstelle beim Stadtzürcher Quartierverein.

Rainer Bieli war schnell einmal die Wunschlösung für die sportliche Abteilung vom BCA und nach einigen Gesprächen und einem sehr konstruktiven Austausch, konnte die Zusammenarbeit letzte Woche unter Dach und Fach gebracht werden.

Albisriedens Sportchef Alex Schmid ist überzeugt davon, dass das nach wie vor sehr junge Fanionteam unter der Leitung von Bieli den nächsten Schritt macht, sprich sich spielerisch und taktisch weiterentwickeln wird und nach einer durchzogenen Vorrunde 2019 in der kommenden Spielzeit wieder voll angreifen kann. Dies wird übrigens wohl weiterhin in der Gruppe 1 der 3. Liga sein.

Auch Albisriedens Präsident Pascal Hager freut sich über den neuen, starken Mann an der Seitenlinie: «Mit Rainer Bieli verpflichten wir einen ausgewiesenen Fachmann für unsere junge 1. Mannschaft. Zudem soll er auch die Zusammenarbeit mit den A und B Junioren forcieren, so dass die ältesten Juniorenteams noch näher an den Aktivfussball heran rücken können.»

Bieli übernimmt die Stadtzürcher Mannschaft ab sofort, um zusammen mit dem bisherigen Interimsduo Frick und Zigerlig das Team optimal auf die neue Spielzeit vorzubereiten.

Der langjährige BCA Spieler Claudio Zigerlig, ein Sohn vom ehemaligen FC-Zürich-Meisterspieler Hilmar Zigerlig, wird Bieli zudem als Assistenztrainer auch in der neuen Saison zur Seite stehen. (red)

Rainer Bieli wird in der kommenden Saison seine Anweisungen hauptsächlich in Albisrieden geben.
Rainer Bieli wird in der kommenden Saison seine Anweisungen hauptsächlich in Albisrieden geben.
Andre Springer
Wohl gleiche Gruppeneinteilungen
Im Gleichschritt: Meilens Claudio De Nunzio (links) und Herrlibergs Kevin Linder hatten nach der letzten Vorrunde gleich viele Punkte (je 20). Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass die beiden Teams auch im kommenden Herbst in der 3. Liga aufeinandertreffen.
Im Gleichschritt: Meilens Claudio De Nunzio (links) und Herrlibergs Kevin Linder hatten nach der letzten Vorrunde gleich viele Punkte (je 20). Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass die beiden Teams auch im kommenden Herbst in der 3. Liga aufeinandertreffen.
Moritz Hager

Die ganze Welt hofft, dass sich die Coronavirus-Situation verbessert. Wenn ja, dann kann die Saison im Gebiet des Fussballverbandes der Region Zürich (FVRZ) in der 2., 3. und 4. Liga am kommenden 15./16. August mit dem Cup und eine Woche später, am 22./23. August, mit der Meisterschaft, beginnen. Die Gruppeneinteilung dürfte der Verband ab dem 22. Juni bis spätestens am Ende dieses Monats bekannt geben. Anmeldeschluss aller Mannschaften für die Saison 2020/21 ist der kommende Montag, 15. Juni. Weil die vergangene Saison wegen der Coronaviruskrise kurz vor Beginn der Rückrunde abgebrochen werden musste, gab es keine Auf- und Absteiger. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass der Verband in der nächsten Saison die gleichen Gruppen bestimmt wie in der Spielzeit 2019/20. «Das haben wir so vor», klärt Willy Scramoncini vom FVRZ auf. Natürlich können alle Vereine betreffend Gruppeneinteilungen bis am 15. Juni Wünsche stellen. «Aber es müssen sehr zwingende Wünsche sein", hält der Leiter der Abteilung Spielbetrieb fest. Er geht davon aus, dass es im Vergleich zur Vorsaison nur Änderungen gibt, wenn es in einer der Viertligagruppen, die elf Teams umfassten, gleich zwei Abmeldungen gäbe. «Dann machen wir natürlich zwei Zehner- statt einer Neunergruppe», sagt Scramoncini. Eine Änderung in der 2. oder 3. Liga käme für ihn und sein Team nur in Frage, wenn zwei Teams unabhängig voneinander einen nachvollziehbaren Antrag stellen und man diese Teams dann innerhalb der gleichen Liga in ihren Gruppen problemlos tauschen kann. (red)

Aschwanden spielt nur für TTCW-Frauen

Die Aufsteigerinnen aus Wädenswil konnten für die kommende Nationalliga-A-Meisterschaft Rahel Aschwanden als Verstärkung gewinnen. Offen war zuletzt noch, ob die Nationalspielerin auch im NLB-Männer-Team vom Zürichsee auflaufen wird. Nun hat sich die 26-Jährige dagegen entschieden. Sie werde für Wil in der zweithöchsten Spielklasse antreten, erklärt Rahel Aschwanden. Es ist ihr Stammverein, in welchem sie lange trainierte und für den sie bereits von 2015 bis 2017 in der zweiten Equipe der Herren mitspielte.

Spielt nächste Saison mit den Wädenswilerinnen: Rahel Aschwanden tritt aber nicht mit dem Männer-Team des TTCW an.
Spielt nächste Saison mit den Wädenswilerinnen: Rahel Aschwanden tritt aber nicht mit dem Männer-Team des TTCW an.
Foto: Stefan Kleiser
Neuer Termin für Squash-SM in Langnau

Im März musste die Schweizer Einzel-Meisterschaft wegen der Ausbreitung von Covid-19 vor den Viertelfinals abgebrochen werden. Nun ist ein neuer Termin gefunden: Die diesjährigen Titelträger werden vom 3. bis zum 6. September ermittelt – allerdings nur in den A-Kategorien. Austragungsort bleibt das Sihlsports in Langnau.

«Wir werden nun zusammensitzen und besprechen, wer wie oft im Einsatz sein kann», sagt OK-Chef Andreas Dietzsch. Die im März erzielten Ergebnisse werden gestrichen, das Event neu ausgeschrieben. «Wichtig ist, dass die Topspieler dabei sind. Auf sie wurde Rücksicht genommen.» Ziel ist ein 32er-Tableau bei den Männern und ein 16er-Feld bei den Frauen.

«Die Schweizer Meisterschaft gehört zur Saison wie das Amen in die Kirche», sagt Nicolas Müller, der Spitzenspieler aus dem SC Sihltal, der schon 13-mal den Titel gewann. «Und der Termin im September ist besser als im Juli, was auch einmal Thema war.» Denn im Herbst könnte die Tour der Profis wieder mit ersten Wettkämpfen starten. (skl)

Adriano Sodano verlässt Adliswil

Gemäss der Fussball-Internetplattform «fupa.net» wechselt Adriano Sodano von Adliswil zum interregionalen Zweitligisten Freienbach. Das ambitionierte Freienbach schloss die abgebrochene Saison 2019/20 in der Gruppe 5 auf dem 6. Rang ab. Adliswil belegte in der gleichen Gruppe Rang 9, allerdings mit zehn Punkten weniger als Freienbach.

Der 29-jährige Italiener Sodano ist gelernter Innenverteidiger, war aber in der Saison 2017/18 in der 2. Liga regional als Stürmer mit 23 Treffern der Topscorer vom FC Wädenswil. Sodano hat gar eine Vergangenheit als Profi in der italienischen Serie C1 und wechselte im Februar 2014 aus Italien vom ASD Battipagliese zum FC Wollishofen. Danach ging es bald einmal zum FC Oerlikon/Polizei weiter, dann zu Wädenswil und danach zum Erstligisten Thalwil, ehe Sodano zu Adliswil, das in der interregionalen 2. Liga vertreten ist, stiess. Im Sihltal wirkte er als Spieler-Assistenztrainer von Erfolgstrainer Gianmario Pischedda.

Sodano ist nicht nur bezüglich Clubzugehörigkeit flexibel, sondern auch was seine Rolle auf dem Rasen betrifft. Sowohl in der Verteidigung wie auch im Sturm wusste er in den vergangenen Jahren viele positive Akzente zu setzen. (mw)

Adriano Sodano (links) überzeugte auch im Dress des FC Wädenswil. In dieser Szene hatte sogar Horgens Ausnahmespieler Nemanja Miskovic das Nachsehen. Foto: Moritz Hager
Adriano Sodano (links) überzeugte auch im Dress des FC Wädenswil. In dieser Szene hatte sogar Horgens Ausnahmespieler Nemanja Miskovic das Nachsehen. Foto: Moritz Hager
Beginn des Live Tickers

(red)