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Restaurant Bären in RapperswilAbschied von seiner liebsten «Spelunke»

Er kam, er übernahm, er blieb – fast 30 Jahre lang. Nun gibt Ubaldo Curtol den Bären in der Rapperswiler Altstadt in neue Hände. Der Wirt verlässt ein Haus, das lange auch sein Zuhause war.

Stets hinterm Tresen: Ubaldo Curtol ist seit fast 30 Jahren mit dem Bären in der Rapperswiler Altstadt verbunden.
Stets hinterm Tresen: Ubaldo Curtol ist seit fast 30 Jahren mit dem Bären in der Rapperswiler Altstadt verbunden.
Foto: Markus Timo Rüegg

Angefangen hat alles mit ein paar Bieren. Stammtisch im Bären, eine Runde von Freunden, man schreibt das Jahr 1991. Die sieben Jungs Anfang zwanzig, Ubaldo Curtol einer von ihnen, sprechen darüber, dass die bisherige Pächterin bald aufhören wird. Spontan kommt ihnen der Gedanke, den Bären fortan gemeinsam zu führen – als Genossenschaft. Denn wer kennt den Bären besser als seine Stammgäste? Die Idee gärt eine Weile in den Köpfen der Burschen, kurz darauf wird sie mit Bier besiegelt. Im Dezember 1992 ist das Lokal offiziell unter ihren Fittichen.

Fast 30 Jahre ist das jetzt her. Geblieben ist nur einer der sieben: Ubaldo Curtol, inzwischen 51-jährig. Obschon es prominentere Namen im Siebnergremium gegeben hätte. Zum Beispiel Michael Steiner, heute bekannt als Regisseur von Schweizer Filmen wie «Mein Name ist Eugen» oder «Sennentuntschi». Aber er, Curtol, sei halt der einzige Nichtstudent in der Gruppe gewesen und hätte Zeit für die Wirteschule gehabt. «Selber schuld», sagt er, und sein dunkles, kratziges Lachen schallt von den Wänden. «Espresso, Kaffee, Bier?»

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