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Bildungsstatistik Kanton Zürich100 neue Klassen in einem Jahr

Die Schülerzahlen im Kanton Zürich steigen ungebremst. Die Klassengrössen bleiben aber etwa gleich.

Die Schülerzahl im Kanton Zürich ist gegenüber dem Vorjahr um 5000 gestiegen.
Die Schülerzahl im Kanton Zürich ist gegenüber dem Vorjahr um 5000 gestiegen.
Foto: Keystone

Kurz vor Ablauf dieses aussergewöhnlichen Schuljahres hat die Zürcher Bildungsdirektion die wichtigsten Zahlen im Zürcher Bildungswesen bekannt gegeben. Aktuell besuchen 304’000 Schülerinnen, Schüler und Studierende eine öffentliche oder private Bildungseinrichtung im Kanton Zürich, 5000 mehr als im Vorjahr.

Allein in der Primarschule und im Kindergarten werden gegenüber dem Vorjahr 2,4 Prozent mehr Kinder unterrichtet. «Das hört sich auf den ersten Blick nicht nach viel an», sagt Konstantin Bähr, Chef der Bildungsplanung. «Umgerechnet bedeutet das aber rund 100 neue Klassen.»

Klassengrössen sehr unterschiedlich

Das hat Folgen für die Schulraumplanung. Viele Schulhäuser müssen ausgebaut werden, neue sind geplant. «Ein Teil des Wachstums kann aber auch dadurch abgefedert werden, indem der bestehende Schulraum besser ausgenutzt wird.» Auswirkungen auf die durchschnittliche Klassengrösse hatte die Zunahme laut Bähr aber nicht. Diese sei in den letzten Jahren fast unverändert geblieben und liegt auch jetzt bei 20,5 Schülerinnen und Schülern pro Klasse.

Die Unterschiede sind von Schulgemeinde zu Schulgemeinde beträchtlich. In Bachs im Zürcher Unterland liegt die durchschnittliche Klassengrösse zwischen 11 und 14 Kindern, in Küsnacht am Zürichsee dagegen zwischen 22 und 26.

Klassengrössen im Kanton Zürich
Klassengrössen im Kanton Zürich
Grafik: Kanton Zürich

Bähr geht davon aus, dass auch die Corona-Pandemie und die Erfahrungen mit dem Fernunterricht den Bedarf an Schulraum nicht schmälern werden. «Vielleicht wird es mehr gemischte Unterrichtsformen geben. Aber insbesondere für die überfachlichen Schlüsselkompetenzen braucht es den Präsenzunterricht.»

Zunahme bei Fachhochschulen

Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit erlernen die meisten Schülerinnen und Schüler einen Beruf. Etwa 70 Prozent der Jugendlichen besuchen dann eine Berufsschule. 10 Prozent haben noch keine Lehrstelle und entscheiden sich für ein einjähriges Brückenangebot.

Der Anteil der Mittelschülerinnen und –schüler beträgt in diesem Schuljahr 19,2 Prozent. An den Fachhochschulen hat die Anzahl Studierender in den letzten zehn Jahren stark zugenommen und beträgt seit 2013 über 20’000. Die Anzahl Studierender an der Universität ist im selben Zeitraum stabil geblieben.