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Montag, 21. September 2009
100 Hooligans schlugen sich am Bahnhof die Köpfe ein
Rapperswil-Jona Die Stadt hat ihr Hooligan-Problem noch nicht gelöst
Nach dem Eishockeyspiel ist es am Samstagabend am Bahnhof zu üblen Ausschreitungen gekommen. Verhaftet wurde allerdings niemand.
Matthias Dörig
 
Tatort Bahnhof: Am Samstagabend gegen 22 Uhr haben hier rund 100 Chaoten gewütet. (Manuela Matt)
 

Bereits am zweiten Heimspiel der Rapperswil-Jona Lakers ist es am Samstag zu wüsten Scharmützeln und diversen Sachbeschädigungen gekommen. Bereits vor dem Spiel war die Stimmung aufgeheizt. Gegen 18 Uhr bewegte sich eine grössere Gruppe Zuger Fans vom Bahnhof Richtung Diners Club Arena. Dabei liessen sie aggressive und beleidigende Sprechchöre vom Stapel und zündeten pyrotechnische Knallkörper. Beamte der Kantonspolizei St. Gallen begleiteten den Tross. Laut Mediensprecher Manuel Niederhäuser haben sie die Personalien verdächtiger Fans aufgenommen.

Das Spiel verlief ohne Zwischenfälle. Die neuen Sicherheitsmassnahmen in und um die Diners Club Arena - Videoüberwachung etc. - verfehlten ihre Wirkung nicht. Unschöne Szenen ereigneten sich dafür nach der Partie. Schon auf dem Weg zum Bahnhof war die Stimmung zwischen Rapperswiler und Zuger Fans sehr aufgeheizt. Vorerst blieb es jedoch bei verbalen Auseinandersetzungen. Erst beim Bahnhof folgten den Worten Taten.

Rund 100 Hooligans gingen aufeinander los, wie Polizeisprecher Niederhäuser bestätigt. Es waren sowohl «Fans» aus Rapperswil-Jona wie auch aus Zug daran beteiligt. Die Polizei, die mit einem Grossaufgebot vertreten war, brachte die Hooligans unter Einsatz von Gummischrot und Pfefferspray auseinander. Unter den Chaoten wurde eine Person festgestellt, die mit einem Rayonverbot behaftet ist: Sie wurde verzeigt.

Im Rahmen der Ausschreitungen ist es auch zu Sachbeschädigungen gekommen. Unter anderem wurden an einem Zug mehrere Fenster demoliert. Festgenommen wurde allerdings niemand. Laut Polizeisprecher Niederhäuser war die Polizei in erster Linie damit beschäftigt, die Schläger voneinander zu trennen. In dem Gerangel sei es wohl schwierig gewesen, die Täter zu eruieren.

 
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