Zürich

Kirchen, Villen und Anlagen wurden saniert und dokumentiert

Am Dienstag präsentierte die kantonale Denkmal­pflege den 21. Bericht über ihre Tätigkeit. Darin werden Baudenkmäler im ganzen Kanton beschrieben, deren Restaurierung 2011 und 2012 abgeschlossen wurde.

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35 Baudenkmäler werden im21. Bericht der Zürcher Denkmalpflege ausführlich beschrieben. Zudem gehören 110 Kurzberichte und ein Artikel zum Werkstoff Eternit zum 344 Seiten dicken Buch, in das «ein enormer Effort» geflossen sei, wie der kantonale Denkmalpfleger Beat Ebersch­weiler an der gestrigen Präsentation des Berichts in Zürich sagte. Dieser biete Gelegenheit, innezuhalten und zurückzuschauen. Sechs Kirchen werden im neusten Bericht prominent behandelt, drei reformierte und drei katholische, die in den Jahren 2011 und 2012 fertig restauriert wurden. Daher qualifizieren sie sich für den neusten Bericht, der seit 1961 etwa alle zwei Jahre die Arbeit der kantonalen Fachstelle dokumentiert.

Dreck und Flecken entfernt

In der Kirche Horgen wurde die Stuckdecke saniert, in Küsnacht der fleckige Verputz des Kirchturms ersetzt, und in Stäfa wurden im alten Turmchor Wand­malereien entdeckt. Die jüngeren katholischen Kirchen stellten die Denkmalpfleger nicht vor weniger Herausforderungen: In Turbenthal erhielt der Aussenverputz mit seiner fächerförmigen Struktur, die an die Blätter eines Ginkgobaumes erinnert, seinen Glanz zurück. In Winterthur vervollständigte der Denkmalschutz fehlende Blätter am Gesims der Westfassade. Und in Zürich-Hard befreiten sie die Kirche St. Felix und Regula aus der Nachkriegszeit von viel Schmutz.

«Der Bericht bietet Gelegenheit, innezuhalten und zurückzuschauen.»Beat Eberschweiler, kantonaler Denkmalpfleger

Aber nicht nur Sakralbauten wurden restauriert, sondern auch herrschaftliche Wohnhäuser aus dem 20. Jahrhundert. Die Villa Streiff in Küsnacht – die einem Ozeandampfer ähnelt – erhielt ihre ursprüngliche, ausgefallene Farbgebung zurück. Die Küsnachter Villa Im Düggel von Lux Guyer verlor die Zweiteilung in Zonen für Bedienstete und ­Bewohner durch die Neuorganisation des Grundrisses. In Wädenswil wurde die stattliche Fabrikantenvilla Grünenberg mit 26 Zimmern aufwendig erneuert und die Hecken und Wege der Parkanlage ergänzt.

Originalgetreu und sicher

Aber auch öffentliche Gebäude standen im Fokus der Denkmalpflege, darunter das Bezirks­gebäude in Bülach, der Kindergarten Gerbe in Elgg und das ­Palais Rechberg in Zürich. Auch aufgeführt ist das einzige Freibad im Kanton, das im Inventar der überkommunalen Schutzobjekte erwähnt ist. Die Schlieremer Badeanlage Im Moos wurde von den Architekten Haefeli Moser Steiger gebaut, die auch das Kongresshaus und das Universitätsspital entworfen hatten. Die Denkmalpfleger wollten das Bad möglichst originalgetreu restaurieren, dennoch wurde das Kinderbecken den heutigen Sicherheitsanforderungen angepasst.

Die grössten erwähnten Ensembles sind Anlagen wie das Kraftwerk Eglisau in Glattfelden, die ehemalige Spinnerei Zinggeler in Richterswil und die Blacktenbrücke bei Bauma. Aber auch Kleines wurde berücksichtigt, etwa drei Speicher in Mettmenstetten, Uster und Winkel.

Zürcher Denkmalpflege 21. Bericht 2011–2012. Kantonale Denkmalpflege. FO- Publishing, Egg, 2017. 344 Seiten, 60 Franken. Bestellung online: www.fo-publishing.ch. (Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 08.02.2017, 11:11 Uhr

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