Vor dem Rennen hat man in der Stäfner «Halle für alle» den Teppich ausgerollt - nicht für prominente Zweibeiner, sondern für schnelle Vierrädler. Am ersten von insgesamt vier Läufen der «Elektro-Offroad-Schweizer- Meisterschaft» sind am Wochenende rund 75 Fahrer mit ihren Modellautos um die Wette gefahren. Es handelt sich dabei um das erste Indoor-Offroad-Rennen, das zu beidem zählt: der Schweizer Meisterschaft und dem Alpencup (eine internationale Meisterschaft). «Offroad» heisst das Rennen, weil auf der Strecke Hindernisse eingebaut wurden. Künstliche Bodenwellen und eine steile Anhöhe ersetzen Stock und Stein.Auf Teppich geschleudert Laut OK-Chef Roger Bracher handelt es sich um eine relativ lange Strecke. 150 Meter ist der Rundkurs. Höchstgeschwindigkeit: 72 km/h. 800 Quadratmeter Teppich sind als «Belag» auf der Rennstrecke verlegt worden. Am Sonntagnachmittag war die Halle besonders gut gefüllt, denn das eigentliche Rennen hat erst dann stattgefunden: Das Training war am Samstag, am Sonntagmorgen die Qualifikation, in der die Fahrer sich die besten Startplätze sichern konnten. Gestartet wurde in vier Kategorien. Auf der Stufe «Standard» haben alle Modellautos Zweiradantrieb. Auf Stufe «Expert» gibt es auch welche mit Vierradantrieb, und die etwas schwereren «Monster Trucks» bilden nochmals eine Kategorie. Doch haben die Vierrad-Modellautos gegenüber den anderen überhaupt eine Vorteil? «Ja», sagt der langjährige Fahrer Patrik Metzger, denn «mit Vierrad- antrieb kommt man schneller um die Kurve.» |