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SCHLAGZEILEN
Linth-Zeitung / Samstag, 06. Mai 2006
 
«Wer nicht kämpft, hat schon verloren»
Benken Die Kaminfeger des Kantons St.Gallen tagten im Restaurant Sternen
 
Kaminfeger habens nicht leicht. Moderne Heizsysteme konkurrenzieren die fossilenBrennstoffe - Aufträge sind rückläufig.
Matthias Dörig
 
Hardy Glaus aus Schänis begrüsste in Benken den kantonalen Kaminfegermeisterverband mit seinem Vorstand Benedikt Kuster, Peter Aebli, Cornel Ledergerber und Präsident Markus Rupp (von links). (Matthias Dörig)
 
Kaminfeger haben sich in einem schwierigen Umfeld zu behaupten. «Die traditionelle Kaminfegerarbeit muss der heutigen modernen Heiztechnik weiter Tribut zollen», sagte Markus Rupp, Präsident des kantonalen Kaminfegermeister-Verbandes an der gestrigen Generalversammlung im Restaurant Sternen in Benken. Der Preisanstieg der Brennstoffe Erdgas und Heizöl sei für den Berufsstand einschneidend. Das aus seiner Sicht «hochgespielte Thema Feinstaub aus häuslichen Holzfeuerungen» wirke sich ebenso negativ auf das Reinigungsgeschäft aus.«Bei Neu- und Umbauten wird eher in eine Alternativheizanlage investiert», führte Markus Rupp in seinem Jahresbericht aus. Das können Wärmepumpen, Erdsondenheizungen oder Solarheizungssysteme sein. Fazit: «Das Arbeitsvolumen schwindet.» Hoffnung wurde deshalb in die nationale Kampagne «Holzenergie Schweiz» gelegt, die Heizen mit Holz propagiert, getreu dem Motto: «Kreislauf statt Raubbau». Heizen mit Stückholz, Holzschnitzen oder Pellets - Schlagzeilen über Feinstaub sind im Rahmen dieser Kampagne natürlich alles andere als erbaulich. «Feuer aus, bedeutet Arbeit aus», sagte Rupp.

«Fachwissen ist gefragt»

Trotz düsterer Prognose wollen die Kaminfeger des Kantons St. Gallen nicht klein bei geben. Man sei schliesslich kein «Jammeri-Verein» betonte ein Mitglied aus dem Plenum, und Kantonalpräsident Markus Rupp fügte hinzu: «Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.» Bildung sei angesagt. «Unser Fachwissen ist heute mehr denn je gefragt.» Es sei zunehmend die Aufgabe des Kaminfegers, die Kundschaft kompetent zu beraten und für die Themen Gesundheit und Umwelt zu sensibilisieren. In diesem Sinne gelte es auch weiterhin, die Kampagne «Holzenergie Schweiz» zu unterstützen.Der St. Gallisch-kantonale Kaminfegermeister-Verband hielt gestern in Benken seine 101. Generalversammlung ab. Es nahmen 41 Stimmberechtigte aus dem ganzen Kantonsgebiet daran teil. Organisiert wurde die Tagung von Hardy Glaus, Kaminfegermeister in Schänis. Dem Kantonalverband, der unter anderem für die Weiterbildung der Angestellten und die Ausbildung der Lehrlinge zuständig ist, gehören 52 Betriebe an.

 
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