Ohne Respekt und erstaunlich offensiv boten die Zuger lange Paroli und verdienten sich das 1:1 zur Pause. Die Innerschweizer gingen das hohe Tempo der Einheimischen mit, und beinahe wäre ihnen in der Startphase nach einem schnellen Gegenstoss der Führungstreffer geglückt. Jäger traf zum Glück für den FCRJ nur den Aussenpfosten. Das Spiel nahm schnell Fahrt auf, dazu trug auch das gut bespielbare Terrain bei. Allerdings blieb die Unterlage der Jahreszeit entsprechend etwas stumpf.
Nach einer Viertelstunde kam der an diesem Tag glücklose Topskorer Vujo Gavric in eine gute Abschlussposition, doch haute er das Leder übers Tor. Ohne Ankündigung fiel dann der sehenswerte Führungstreffer (19.) des FCRJ. Ein Pass von Sadiku in den Rücken der Abwehr und ein überlegtes Querzuspiel Vujo Gavric?s nahe der Grundlinie auf Ahmetaj, der nur noch einzuschieben brauchte, lenkte das Spiel (vorerst) in die vom Gastgeber gewünschten Bahnen. Sadiku zu eigensinnig
Doch die Zuger zeigten sich hartnäckig. In der 27. Minute kam Rapperswil-Jona nach einem Konter in Überzahl zu einer weiteren hochkarätigen Chance, doch Sadiku verzog etwas eigensinnig. Das rächte sich schon im Gegenzug, als Keller sich gegen die Innenverteidigung, bei der Sallauka und Gojanaj gegenüber Gjokaj den Vorzug erhielten, durchsetzte und mit einem satten Schuss via Lattenunterkante zum 1:1 traf.
In der zweiten Halbzeit suchten die Einheimischen mit Vehemenz das Führungstor. Zwischen der 45. und 50. Minute wurden Chancen gleich im Minutentakt fahrlässig versiebt. Nun dominierte das Heimteam klar, und trotzdem entstand der Führungstreffer nach einem krassen Abspielfehler in der Zuger Verteidigung. Nikolaj Gavric spekulierte richtig und konnte allein gegen Priant losziehen. Mit einem trockenen Schuss in die weite Ecke wirkte das 2:1 nach 72 Minuten wie eine Erlösung. In der Folge musste der FCRJ nicht mehr gross zittern - zu sicher stand die Hintermannschaft mit einem untadeligen Diethelm im Tor.
Trainer Urs Wolfensberger zeigte sich zufrieden: «Wir wollten diese drei Punkte unbedingt, und dank dem klaren Chancenplus ist der Sieg auch verdient. Alle waren wir auf diesen 27. Februar fokussiert - nach vielen Trainings und Spielen auf Kunstrasen wieder auf Rasen zu spielen, machte zusätzlich heiss. Ich musste in der Pause nur ein paar wenige Dinge ansprechen.» Mit dem sechsten Sieg in Folge ist man jetzt erster Verfolger von Leader Chiasso.
Grünfeld. 520 Zuschauer. SR: Winter. Tore: 19. Ahmetaj 1:0. 28. Keller 1:1. 72. Nikolaj Gavric 2:1.
Rapperswil-Jona: Diethelm; Wiki, Sallauka, Gojanaj, Caroli; Notter, Zuffi, N. Gavric, V. Gavric (91. Zwahlen); Ahmetaj (82. Goljica), Sadiku (62. Hoxhaj).
Zug 94: Priant; Mehicic (86. Wigger), Illic, Dacic, Rey; Alcantara, Palatucci, Keller, Mamede (78. Caminada); Aksic, Jäger.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne A. Gavric (verletzt). Verwarnungen: 20. Caroli (Foul), 58. Sadiku (Schwalbe), 68. Dacic (Foul). Corner: 1:3. |