Sabine Fischer hat in ihrer Karriere schon vieles erlebt und erreicht. Sie ist mehrfache Schweizer Meisterin, Olympia- (Sydney 2000 / 9.) und WM-Teilnehmerin (Edmonton 2001 / 13.) über 1500 m. Zu Buche stehen zudem diverse Siege bei bedeutenden Strassenläufen. Neuland stellt für die 36-jährige Primarlehrerin dagegen die Halle dar. Das Rennen vom Sonntag über 3000 m an den Schweizer Meisterschaften in Magglingen ist ihre Premiere auf der kurzen Bahn. «Ich bin sehr gespannt. Die Luft ist sicher schlechter als draussen. Speziell sind natürlich auch die Steilwandkurven», sagt Fischer, die mit der geringen Erfahrung von drei Trainings an den Start gehen wird. Trotz grundsätzlich guter Form gibt sie sich bezüglich Zielsetzung zurückhaltend. «Eine Prognose ist sehr schwierig. Ich weiss ja nicht einmal, wer alles laufen wird. Deshalb habe ich keine grosse Erwartungen. Anderseits liebäugelt man an Titelkämpfen natürlich immer mit einer Medaille», erklärt die Athletin des LC Rapperswil-Jona.
Auf die ganze Saison bezogen, nimmt die Hallen-SM für Fischer aber eine eher untergeordnete Rolle ein. Ihr Hauptziel sind die Europameisterschaften von Ende Juli in Barcelona, wo sie über 5000 m antreten will. Die Qualifikationsphase beginnt Anfang März und dauert bis Mitte Juli. Gefordert ist eine Zeit unter 15:50 Minuten. Eine Hürde, die Fischer, deren persönliche Bestzeit bei 15:36,61 liegt, packen sollte, sofern sie - anders als im Vorjahr, als sie aufgrund eines Teilabrisses einer Patellasehne vier Monate pausieren musste - gesund bleibt. In Skilager viel Energie gelassen
Ohne konkretes Ziel reist auch Mario Bächtiger nach Magglingen. Der Eschenbacher weiss auch noch nicht, welchen Wettkampf er bestreiten wird. Angemeldet ist er sowohl über 800 m, seiner Paradedistanz, und 1500 m. Entscheiden wird sich der 21-Jährige erst kurz vor dem Start. «Ausschlaggebend sind das Teilnehmerfeld und meine Tagesform», sagt Bächtiger, der diese Woche zusammen mit seinen Studienkollegen ein Skilager in Davos bestreitet. Ziel ist, den J+S-Leiterkurs zu bestehen, der, sofern man wie ich Sport als Hauptfach gewählt hat, einen obligatorischen Teil der Ausbildung zum Sek-Lehrer darstellt. «Es macht sehr viel Spass, und die Bedingungen sind traumhaft. Jeden Tag auf den Ski zu stehen, ist aber keine optimale Vorbereitung. Meine Beine werden etwas müde sein.»
Abgesehen davon ist der für den STV Eschenbach startende Athlet mit seinem Formstand zufrieden. «Ich habe im Winter gut trainiert, mein Pensum im Vergleich zu anderen Jahren sogar erhöht. Dies mit dem klaren Ziel, bis zu den Saisonhöhepunkten im Sommer, die aus nationalen und eventuell auch internationalen Meetings bestehen, einen weiteren Schritt vorwärts machen zu können.» |